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Montag, 3. Juli 2017

Friedhofsprojekt Leipzig Plagwitz

Die leeren Platten sind verteilt, das Projekt beginnt: 10 Tage auf dem Leipziger Friedhof Plagwitz

Ein weiteres Gedok Projekt auf dem Friedhof Plagwitz. Ich hatte im letzten Jahr schon mit meiner Arbeit "Palimpsest" (2016) teilgenommen. Dieses Jahr ist der Titel des Projektes "Kreuzwege" - kein leichtes Thema angesichts einer jahrtausende alten Vorgeschichte und vielen historischen Vorlagen.

Rosensymbolik auf einem Grabstein auf dem Plagwitzer Friedhof

Den Hintergrund für meine Arbeit an der Platte sind die Recherchen um die Traditionen der "Stabat mater dolorosa", die sich in der Malerei als auch in der Musik (zB. Pergolesi) finden. Gepaart mit den Bildern vom "Paradiesgärtlein" (oberrh. Meister), "Maria im Rosenhag",(Martin Schongauer 1473, Lochner, u.a) . Die Rosen, die Gärten, Natur, Quelle für Frieden, Trost,Stille.Ob Grenzen von "Gärten" offen oder geschlossen sein sollen, das ist ja im Moment eine sehr aktuelle Frage...das mit der patriachalen Symbolik um die Jungfrauen lassen wir lieber. ... mich interessiert eher die Kraft und die Stärke, die Frauen entwickeln.







Farbe fliesst wohin sie will

 Wie immer gehört zu meiner Arbeit der Bezug auf den Prozess, der dem Zufall Raum gibt. Symbolik für das, was uns im Leben geschieht, und wir nicht kontrollieren können oder wollen.Ich verwende dabei Techniken, die sich zum Teil der menschlichen Kontrolle entziehen wie beispielsweise der Monoprint, Risse im Papier und fliessende Farbe. Der textile Faktor dabei ist in diesem Fall das, was man mit den Textiltechniken tun kann: verbinden, vernähen, durchstechen, vernetzen, verweben, verknoten... (Ich werde sicher nicht alles verwenden).

Drucke, die ich im Atelier für die Arbeit an der Nähmaschine vorbereitet habe

Meine Arbeiten sind stilistisch auch Kreuzungen. Es kreuzen sich Textilkunst, Malerei, Drucktechniken in Schichten.Meine Bilder sind nie schnell lesbar, sie fordern dem Betrachter die Mühe ab, sich visuell zurechtzufinden. Die komplexe Flut der Informationen überwältigt, ein zeitgeössischer Aspekt und ein dialogischer Akt. 

An Ort und Stille heißt meine Serie, an der ich seit Jahren immer mal wieder arbeite. 
Ruhe kann man finden in der Betrachtung von Details. Das Flüchtige neben der Konzentration auf einzelne Stellen. Kontemplation im besten Fall. Ansonsten mal wieder komplex.Vielleicht mache ich ja eines Tages auch mal eine Arbeit zur Leere. Mal sehen. Im Moment jedenfalls beschäftigt mich mehr die Stille angesichts von Vielfalt.

Detail

Sofern ich also Zeit finde in den nächsten Tagen, werde ich Fotos von der Entwicklung der Platte hier einstellen. 


Donnerstag, 22. Juni 2017

Schottland


Ab und zu braucht man auch Urlaub

dennoch: Künstlerin bin ich immer, egal wann, egal wo.
Fast in jedem Museum waren zeitgenössische textile Werke zu finden

das freut das Herz 

Wieso eigentlich immer noch nicht bei uns?

I had wonderful holidays at Scotland. 
As artist I am excited about contemporary textile works in nearly every museum we visited. Missing that in our country!!

Mittwoch, 10. Mai 2017

Wandlungen - Perspectives

Floralia (2016) Maulbeerrinde, geschichtet, genäht

Temporär (Installation 2017) Spitze, Nadeln, Klebeband

Blick nach vorn.

Gerade habe ich erfahren, dass meine Arbeit "Weiter Gehen" für die Ausstellung "Wandlungen" (Quiltkunstverein) angenommen wurde. 
Es geht um einen Rückblick und einen Blick nach vorn, die Anfänge des Artquilts in Deutschland und was vielleicht einmal daraus werden wird.

Perspektiven, Wandlungen, Visionen sind Ahnungen. 
Allmähliche Veränderungen, mehr Überlappung als klare Konturen. 
Wagt man den Blick 
Über Über Lappung
Hinaus
 
braucht es Risiko und auf den Kopf gestellte Ideen. 
 

Zu sehen (demnächst) im Textilmuseum Max Berk in Heidelberg und vielleicht auf Wanderschaft.


I am back from my students show at Karlsruhe and found the acceptance letter for a new show at the Heidelberg Museum Max Berk together with the Quiltkunstverein. The show will bring together the beginnings of art quilts in Germany and the perspectives, ideas of what art quilts will be in future. 

Although changings were often smooth transformation -
for perspectives
we need to take risks and to find ideas behind or before layers of time

we will see 
 

 


Montag, 20. Juni 2016

Nadelwelt 2016

Britta Ankenbauer Detail "Heimatecke" Stickerei 2016

Annett Andersch Detail "Heimatecke" Stickerei 2015

Ansicht vom Dialog in Karlsruhe (Werke B. Ankenbauer links/A. Andersch rechts)

Ansicht2 vom Dialog in Karlsruhe (Werke im Wechsel von links nach rechts B. Ankenbauer/A. Andersch)

Dialog

auf der Nadelwelt 2016

Hier ein kleiner Einblick in unsere gemeinsame Ausstellung.
Danke an alle, die mir Grüße gesendet hatten!
Es war eine wunderbare Ausstellung und wir werden uns nun neuen Ideen zuwenden. Welche Themen uns auch immer dialogisch beschäftigen...

Some images from our cooperation at the Nadelwelt at Karlsruhe two weekends ago.
Thanks to all who send greetings!

Freitag, 4. Dezember 2015

Dezember - December


Alle Jahre wieder

Am letzten Wochenende fand wieder unser Adventsmarkt Pêle-Mêle statt. Dieses Jahr habe ich dann doch mehr "Angewandtes" mitgenommen, meine Künstlerpapiere und auch meine Schals und Schalen.

Aber nach wie vor liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit auf den "sinnlosen" , unangewandten Bildern und Stoffen. Oberflächen, geschichtet. Schichten und Farbe auf Stoff. Stickerei als Linien, gezeichnet. 

Schon lange habe ich Stoff, Farben und Nähte kombiniert. Ever never enough war damals etwas Besonderes, die Malerei auf dem Quilt für viele zu wenig textil. Danach kamen noch das Labyrinth und auch meine Figur, die ja erst kürzlich in der GEDOK Ausstellung "Anatomie der Kunst" zu sehen war. Sie alle thematisier(t)en die Frage, wie sich textile Kunst definiert und womit sie sich identifiziert. Bislang waren diese Arbeiten Grenzgänger. Irgendwo dazwischen. 

Schaut man sich nun in den letzten Monaten im Internet um, stellt man fest, dass manches doch zum Trend wird. Zum Beispiel sieht man immer mehr Quilts, auf die in der oben beschriebenen Weise gemalt wird. Also scheint es keine Frage mehr zu sein.

Zeit, sich anderen Fragen zuzuwenden!

Every year I am participating at a design market. This year I had some objects (applied art) at my booth, scarfs and bowls and artist papers. 

Although, my main work still focuses on artwork. Some of my quilts like the one above show the questions I worked on in the last years: I painted with acrylic paints and other materials on my quilts. It was always the question where textile work and painting (or other artforms) cross and how we identify textile work.

I searched a little in the last months in the web about "trends" in quiltmaking. A lot of quilters are beginning to paint over their quilted surfaces. So that I think that the question is mostly answered for me. 

Probably it's time to go further to new questions