Dienstag, 30. April 2019

Neue Werke - New work

Britta Ankenbauer - Echo - neue Werke von links nach rechts: "Rollen", "Man könnte meinen, es wäre erfunden" (2019)
Die neuen Arbeiten werden am nächsten Wochenende in Karlsruhe präsentiert. Danach suche ich noch eine weitere Ausstellungsmöglichkeit, ich informiere darüber, sobald sich etwas findet.
You can see the new works at Karlsruhe next weekend. After that I want to show them further, I will inform you on this blog where and when...

Dienstag, 5. März 2019

Work in progress

Work in progress, Echo Ausstellung 2019

Work in Progress, Echo Ausstellung 2019

Work in progress, Echo Ausstellung 2019


Mittwoch, 30. Januar 2019

Kurse - Workshops

Letzte Sticheleien für ein MC Abschlussprojekt 2019 - Werk von S. Frank

Kurse 2019

Neben meiner eigenen künstlerischen Arbeit finden im Atelier StoffARt Kurse statt. 
Ein Anliegen, im Atelier auch Kurse anzubieten, war, einen Ort zu schaffen, an dem Textilkunst gefördert und diskutiert wird. Wir haben hier in Deutschland nicht sehr viel Verbreitung unserer Kunstform. Das Atelier StoffARt ist ein Ort, an dem Textilkunst nicht nur von mir produziert wird, es wird diskutiert, in den Masterclasses wird getüftelt und reflektiert und in den Workshops gebe ich Einblicke in die Welten der Textilen Kunst. Ab und zu finden Ausstellungen statt und auf jeden Fall wird im Atelier StoffARt seit nunmehr 11 Jahren Textilkunst weiterentwickelt.

Ich möchte hier mit einer kleinen "EigenWerbung" noch auf einige spannende Kurse aufmerksam machen, die im Atelier StoffARt dieses Jahr noch angeboten werden:

Masterclass Papier&Textil - Beginn April 2019/20

Masterclass Freies Maschinensticken 2019/2020 - Beginn September 2019

Skizzenbuch 27. - 28.Mai 2019

und es freut mich ganz besonders, dass im November 2019 ein Gast bei mir im Atelier ist:

Altered Books Kurs mit Ines Seidel. Foto: Ines Seidel

"Altered Books - Bücher verändern" mit Ines Seidel.
Ines ist eine weltweit bekannte Papier/Mixed Media Künstlerin und wird vom 
22.-24. November in Leipzig im Atelier StoffARt ihren Kurs geben. Ich bin sehr glücklich darüber, dass sie das Atelier besucht und euch ihre Sicht auf Bücher und die Möglichkeiten, die sie bieten, vermitteln wird. In gewohnter Weise wird der Kurs natürlich auch wieder eure Ideen aufnehmen. Da Ines' Kurse sehr beliebt sind, ist eine zeitige Anmeldung in diesem Kurs zu empfehlen.

In allen Kursen sind noch einige wenige freie Plätze, das komplette Kursprogramm findet ihr hier. Anfragen bitte wie immer per mail an mich, ich schicke dann die Ausschreibungen und Informationen zu.













Dienstag, 29. Januar 2019

Kleine Einblicke - Vorschau

Kleine Vorschau    


Ein kleiner Einblick in meine Ausstellungsvorbereitungen. Langsame Prozesse wechseln sich mit schnellen ab. 

Hier gibt es mehr dazu:

Mittwoch, 9. Januar 2019

Nach vorne schauen - Looking forward

Britta Ankenbauer "Stück für Stück - my personal Wunderkammer" (2019)
Detail, freie Maschinenstickerei

2019

Konzentration. 
Mal sehen. Ein Kreis.
Was ist schon neu?

 Dieses Jahr fiel es mir nicht leicht, über "gute Vorsätze" nachzudenken. Es ist zuviel im Fluss, das neue Jahr knüpft zudem direkt an die Prozesse der letzten Monate an. Ich habe im letzten halben Jahr Einiges in meinem künstlerischen Alltag geändert, darunter neue Wege beschritten, neue Arbeiten begonnen, Projektideen ausgearbeitet und auch manches Vorhaben verworfen. Es wäre absurd gewesen, damit bis zum Jahreswechsel zu warten.

Für 2019 bedeutet dies: Konzentration steht an und aber auch Verknüpfung. 
Da wären wir wieder im textilen Universum. 

New year was just connected to the projects of the last year. I started some new projects in the last months, I could not wait for a calendar break. So that the break of New Year wasn't really a break. It felt more about concentration and connection, a sort of looking back and forward, knotting together these parts. 

Sounds like being back in the textile universe. 

Britta Ankenbauer "Stück für Stück -  my personal Wunderkammer" (2019)
Detail, freie Maschinenstickerei
 
  So gesehen wird 2019 nahtlos an das letzte Jahr anknüpfen und "einfach" weiter gehen. Einfach ist leicht dahingeschrieben, aber eine Naht ist wirklich nicht nötig, ich bin eher gerade damit beschäftigt, den roten Faden festzuhalten und ihn nicht zu verlieren. Mich nicht von den tollen neuen Büchern und Artikeln ablenken zu lassen, die über Weihnachten hier angekommen sind und mir viel Gelegenheit zu "procastination" geben ...(vielleicht kann ich ja das ein oder andere mal hier vorstellen).

Gut, wenn man zu schwimmen weiß. Es fällt mir immer leicht, am Anfang Ideen zu spinnen. Ich sprudele dann vor Energie, eine Idee gibt die nächste  und meine Skizzenbücher füllen sich. Doch dann kommt der Punkt, an dem ich etwas mehr Struktur und Realismus brauche: Entscheidungen sind zu treffen: gehe ich da lang, oder dort. Wie sieht das zeitlich aus? Was brauche ich dafür? Welche Idee verfolge ich weiter? Welche bleibt auf der Strecke? (Ich nenne das lieber "Parkplatz", in der Hoffnung, dass ich die Idee dann irgendwann einmal wieder abhole). Die Zeit zwischen den Jahren ist eine ruhige Phase im Atelier. Konzentriert. Nun warten die Projekte auf Vertiefung und ich beginne, an den Details zu arbeiten. Das wiederum finde ich einen schönen Part des künstlerischen Schaffens. Ich könnte mich darin verlieren. 

Therefore I will just continue. Not easy in the middle of processes. I love starting points because I have a lot of ideas. But then, to make choices, that's what is really challenging. 

Britta Ankenbauer "Stück für Stück - My personal Wunderkammer" (Detail)




Ein Projekt habe ich deshalb 
"My personal Wunderkammer" genannt. Ich habe so viele Ideen-Parkplätze geschaffen. Es gibt jede Menge davon in meinen Sammlungen, meinen Skizzenbüchern, die eigentlich gut sind, die aber in der Warteschleife hängen. Jedesmal, wenn ich eine neue Idee ausarbeite, entstehen viele "Nebendinge", Wege, die ich verworfen habe. Das macht mich immer wieder unruhig. Deshalb habe ich mir vorgenommen, nicht immer das Augenmerk auf meine neuen Ideen zu richten, (ich kann nicht anders, ich finde immer Neues), sondern nicht nur in den eigenen Archiven zu blättern und dort die Parkplätze zu besuchen, sondern mit dem, was jetzt meine Aufmerksamkeit auf sich zieht, zu arbeiten und daran anzuknüpfen.

Ich weiß, der Begriff der Wunderkammer ist etwas abgedroschen. Aber mich fasziniert und irritiert er gleichermaßen, es klingt ein wenig nach Reisen und Artefakten in Museen, nach persönlichen Vorlieben und Verborgenem hinter Schranktüren. So werde ich also meine eigenen Sammlungen nicht nur als Parkplätze nutzen, sondern sie bearbeiten und Neues daraus schaffen. Mal sehen. 

2019 kann loslegen.

I don't have problems to develop new ideas. But what about all my collected ideas in my daily sketchbooks. I started to look inside very old books and found wonderful ideas. Immediately I felt connected. They all are waiting. Sometimes I felt overwhelmed of my own ideas. For this year I decided to work from older inspirational sources I collected. I name it 
My personal Wunderkammer

my red thread of the year 2019

Sonntag, 23. Dezember 2018

# 23 Augenmerker

23

LeseStoff
 Books I've read
Bücher Bücher Bücher

So, nun wie versprochen die Fortsetzung. Der LeseStoff ist mir genauso wichtig wie die Stoffe um mich herum. Eine kleine Auswahl hier, es wäre wirklich mal interessant, sich ein Jahr lang zu notieren, worin man überall geblättert hat - und was am Ende des Jahres dann realiter nachwirkt. 
 Es gibt mehrere Arten, wie ich Literatur verspeise. Zum Einen bin ich natürlich - was die Textilkunst angeht - sehr daran interessiert, die Neuerscheinungen kennenzulernen. Was beschäftigt die Textilkünstlerinnen? Zum Anderen nutze ich theoretische Arbeitsbücher, künstlerische Anregungen, Kataloge, Fotobücher. Und da ich selbst ja auch viele Künstlerbücher produziere, kaufe ich mir - wenn ich es mir leisten kann - ab und an auch ein besonders gestaltetes Buch.  Hier ist also eine kleine Liste zum Stöbern (da ich nicht weiß, wie das Copyright für Buchcover in jedem einzelnen Fall gestaltet ist, verzichte ich hier auf Fotos der Cover). Viele sind in Englisch, zum Einen, weil ich an einer britischen Uni studiert habe, zum Anderen, weil die meisten Textilkunstbücher nicht in den deutschsprachigen Raum gelangen. Diese Liste ist  ein Einblick, nicht in meine Skizzenbücher, sondern in das, was ich so gelesen habe. Es ist also keine "Kauf-dir-das" Liste!!! wer aber an dem ein oder anderen Thema interessiert ist, findet hier Anregung.

I made a list of some books I've read in the last year. THIS IS NOT A "Buy me" list. It is mostly to see what interests you.


Textilkunst: in der Textilkunstliteratur gibt es eine große Welle zu Naturfärben und Nachhaltigkeit. Stricken und Garne selbst spinnen, färben usw. hat Hochkonjunktur. Da habe ich auch einige Bücher gelesen, es sprengt hier aber den Rahmen. Hier also einige durchaus interessante und anregende Bücher:

  • Alice Fox, Findings. Katalog - erhältlich über die website  der Künstlerin und ihr Buch:
  • Fox, A., Natural Processes in Textile Art, Batsford 2015 
  • Cooper Hewitt Smithsonian Design Museum  "Scraps". Fashion, Textiles, and Creative Reuse. Thames and Hudson, London, New York (2016)
  • Behan, B., Botanical Inks. Plant to Print Dyes, Techniques and Projects, Quadrille London (2018)
  • Wellesley-Smith, C., Slow Stitch, Mindful and Contemplative Textile Art, Batsford London (2015)


Ein wenig Theorie und verschiedene Diskussionsansätze, die ich lese: (diese Bücher braucht man nicht unbedingt, nur wenn man theoretische Interessen hat. Man kann sie sich vielleicht erstmal ausleihen, sie sind sehr speziell. Ich finde aber, schon die Titel weisen in verschiedene Richtungen der zeitgenössischen Diskussion rund um unsere Kunst)

  • Williams, G. , How to Write About Contemporary Art, Thames and Hudson London (2014)
  • Autsch, S., Hornäk, S. (Hg.), Material und Künstlerisches Handeln. Positionen und Perspektiven in der Gegenwartskunst, transcript Verlag Bielefeld (2017)
  • Petry, M., The Art of NOT MAKING.The new Artist/Artisan Relationship. Thames and Hudson London (Paperback 2012)
  • Doe, T., The Print Revolution. Groundbreaking Textile Desgn in the Digital Age, Gingko Press 2013
  • Rothschild, M., The Art of Mistakes. Unexpected Painting Techniques and the Practice of Creative Thinking, North Light Books (2014)
  • Fischer, J. , Über die Wahrnehmung von Kunst im Gehirn, Elster Verlag Zürich
    (2016)

Übung, Techniken, Anleitungen: diese Liste könnte sehr lang werden, allerdings bin ich ja bekannt für meine kritische Haltung gegenüber Schritt-für-Schritt Anleitungen im Sinne von "Malen nach Zahlen". Die Bücher, die dann auch noch die Position vertreten, es gäbe nur eine einzig richtige Weise zu arbeiten, kaufe ich erst gar nicht! M.E. sind gute Anleitungen so gestaltet, dass sie Grundlagen - und manchmal sogar noch historische oder geografisch-kulturelle Hintergründe- vermitteln, Beispiele von verschiedenen Ansätzen zeige und dann Freiraum bieten für eigene Kreationen und das Experiment. Hier ein paar solcher Bücher, die eher anregen:

  • Cane, K., Making and Drawing, Bloomsbury London 2012
  • Ishida, S., Sewing Happiness. A year of simple Projects for living well, Sasquatch Books 2016
  • Grasmane, M., Handschuhe aus Lettland. 178 überlieferte Fäustlinge zum Nachstricken, Livonia Print 2016
  • Leitner, Chr., Papiertextilien, Haupt Verlag 2005
  • Williamson, J., The Uncommon Quilter, Potter Craft 2007
  • Noble, G. , Meisterklasse Zeichnen. Kreative Techniken 100 Großer Künstler, Prestel München (2017)
  • Pfaffenholz,P., Buchbinden für Kinder, Haupt Verlag 2018

Inspiration - ich finde Biografien immer sehr inspirierend, Bildbände sowieso. Hier sind ein paar wenige (von den vielen), die mich in meiner Arbeit begleitet und beeindruckt haben

  • Tucholski, B.C., Im Schloß meiner Erinnerung, Weidle Verlag Bonn (2010)
  • Karjalainen, T., Tove Jansson. Die Biografie. Urachhaus 2014
  • Smith, Patti, M Train. Erinnerungen. Fischer 2018

  

# 22 Augenmerker

22

Danke
Thank you

Work in progress - über dieses Jahr hinaus
Wir kennen das alle: der Adventskalender ist eine tägliche Angelegenheit. Ab und an aber kam ich früher nicht dazu, das Türchen zu öffnen, manchmal habe ich es vergessen, manchmal war es einfach die Zeit, die dahinrauschte. Umso schöner war es dann, am Tag drauf gleich zwei der Türchen zu öffnen. Wurden es aber mehr als zwei, dann - na ja- hatte es den Zauber verloren. 

So also kommen heute zu guter Letzt zwei Posts. Jetzt dieser, später der andere.
Dieser hier hat nur einen Inhalt: ich möchte euch DANKE sagen! Die vielen emails und Rückmeldungen haben mich sehr gerührt, erfreut, manche mail sogar mit Stolz erfüllt, wenn die Begeisterung über den Adventskalender sogar zu eigenen blog Posts oder Reaktionen künstlerischer Art geführt haben. Danke dafür!!! 

Manche Inhalte regten auch mich an, ich werde das ein oder andere Thema im nächsten Jahr sicher wieder aufgreifen. Mit dem Thema der Nachhaltigkeit zum Beispiel, die im Post von gestern etwas verkürzt dargestellt wurde, bin ich noch lange nicht fertig, zu viele gute und interessante Ansätze gibt es da mittlerweile. Da ist das Verwenden von Altem und das Integrieren des Neuen nahezu Normalität geworden, es geht tiefer und setzt komplexer an.

Begonnen habe ich den Adventskalender mit kleinen Einblicken in meine Skizzenbücher. Dabei habe ich eher die Bilder gezeigt (Augenmerker). Während des Jahres lese ich auch immer viel Literatur zu Themen, die mich in meiner Kunst beschäftigen. Einiges davon werde ich in dem zweiten Post von heute Abend auflisten, wer mag, kann nachstöbern, sich etwas herauspicken oder es ignorieren. Die Rezeption der Bücher landet normalerweise nur sparsam in meinen Skizzenbüchern, ich reagiere mit kleinen Skizzen oder Modellen darauf. Ich notiere vielleicht mal einen Satz, der mich beschäftigt oder picke mir etwas Bildmaterial heraus, auf dem ich neue Ideen aufbaue. Wichtig ist mir geworden, die Quellen dazu anzugeben, denn das habe ich früher nicht getan und somit oft die Verbindung zum Ursprung der Idee verloren. Manches "speichere" ich aber auch einfach in mir selbst ab und bemerke erst später, während der Arbeit an einem Werk, dass es mich beeinflusst hat. Und Inhalte und Bücher, die ich vermisse, regen mich an, selbst meine Bücher zu schreiben. Das dritte meiner Bücher ist also in Arbeit, es wird aber wieder eine Weile dauern, bis es soweit ist. Um was es geht, wird noch nicht verraten, denn auch hier bin ich in der frühen Skizzenphase und ändere noch tausendundeinmal den Titel und die innere Anordnung der Themen.

Thank you for all your commentaries, feedbacks and lovely supports! Some of the themes will be back in the next year, i.e. sustainability and experimentation around my special way of printmaking. Looking forward exploring these themes.

As I am a little bit late with my posts now, I will post this evening the second part of today. I love lists, so I want to share some of my inspiration through literature I've read this last year . In my sketchbooks I often write down quotes I am fascinated of or some ideas I want to follow further. Some of the literature gets into my mind and I recognize it later while working. And what I am missing in the books is very inspiring to write my own books. The third of my books is in a very early stage. So that I will not publish the title now, because I am sure that I will change it again and again. Finally I will publish it at time!
 
Für dieses Jahr schliesse ich meine Skizzenbücher, aber da Ideen kommen und gehen wann sie wollen, gibt es bei mir hierfür keine Feiertage. Ich halte fest, was mir in den Sinn kommt. Gerade, wenn es um mich herum etwas ruhiger wird, nehmen sich die Ideen ihren Raum...Closed sketchbooks over the holidays. But ideas don't have a timetable. They are often coming in times of balance.




  
 

Samstag, 22. Dezember 2018

# 21 Augenmerker

21

Altes und Neues


Das Jahr neigt sich. Viele Projekte noch nicht. Ich habe oft etwas Angefangenes, während ich ein Projekt am Beenden bin. Nahtlose Übergänge und Parallelwelten. In den letzten Jahren hat mich - wie so viele andere - die Frage des Textilmülls nicht losgelassen. 

Begonnen hat mein Textilkunstschaffen schon sehr früh, als Kind, ganz unbefangen habe ich einfach verschiedene Textilien, die ich vorfand, miteinander verbunden. Neues entstand, interessant anzusehen. Ein wenig wie Geschichten schreiben. In meinen Kursen begegne ich immer wieder Menschen, die mit Koffern voller Material ankommen. Ich staune und staune, was es alles Neues gibt. Und ich frage mich immer mehr, was wir für unsere Kunst als Material eigentlich wirklich brauchen. 

Ehrlich gesagt, auch ich werde in meiner Lebenszeit nicht alle Stoffe und Garne verarbeiten können, die ich vorrätig habe, nur rechtfertige ich das damit, dass ich es doch als Auswahl brauche. Ich habe vor einigen Jahren beschlossen, nun dem Gebrauchten und Vorrätigem Vorrang zu geben und auch die Gifte im Atelier zu reduzieren. Lange habe ich zum Beispiel nach Farben und Methoden gesucht, die die Leuchtkraft und Lebensdauer haben, die ich möchte und die dennoch giftfrei sind. 
Ganz nebenbei: ich finde das ewige Kochen oder Simmern von Naturfarben ist energetisch auch zu diskutieren. Das Färben in der Sonne mit Einweckgläsern finde ich faszinierend, aber leider kann ich damit keine Linien und Formen "malen". 

Wer sich ein wenig mit den Eco-Methoden beschäftigt, findet wunderbare Ansätze bei vielen Textilkünstlerinnen. Aber ich will nicht mein Atelier komplett neu umstellen. Den Weg, den ich beschritten habe (Bilder und Objekte) möchte ich nicht aufgeben zugunsten völlig neuer visueller Resultate wie Ecoprints oder Naturfärben von Wolle. Ich finde diese Stoffe und Garne wunderbar, aber mir persönlich fehlen dabei die gestalterischen Elemente, die meine Bilder hervorbringen...
 
So hangele ich mich so durch inmitten meinem Bedürfnis, Bilder auf "meine" Weise zu schaffen und doch Veränderungen zum Besseren zu wählen. Farben werden jetzt erstmal aufgebraucht, verwässert und eingetrocknet, dann neu gewässert und weiterverwendet. Garne kann ich pur verwenden, manches Erbe landet bei mir, ich mische die Garne auch auf meine Weise. Für die Farbe, sofern sie noch keine haben, habe ich meine Methoden: manche landen im Kaffee, andere in Kindergartenfarbe. Und die Stoffe sind gebraucht, alte Drucke werden überarbeitet und was lange in den Kisten lag, ist nun der Warteschleife entrissen...Wie gesagt, es ist noch nicht alles optimal, aber die kleinen Veränderungen führen auf Dauer vielleicht doch dahin... 

 I am trying to make sustainable work in my studio. Old cloth, yarns and used materials. Over the years I started to work more and more towards an ideal of sustainability. It is a double way of change: using scraps and all the materials I have in my studio and to find ways to work with less poison but to keep working with paints. Small steps in the last years, and experimentation to get the results I love to see.

Ein alter Bettbezug, den ich vor Jahren als Geschenk bekam, schlummerte in meinen Vorräten. Ich habe ihn mit Garnen bearbeitet, die ich von einer Textil-Lehrerin geerbt habe, die in Rente ging, Auf Farbe habe ich verzichtet. Teil meines neuen "ECHO" Projektes, das ich im Mai in Karlsruhe zeigen werde.

 

 

Freitag, 21. Dezember 2018

# 20 Augenmerker

20

Leipzig



 Was wäre Leipzig ohne Bach? Heute bin ich spät dran, ... Konzerte sind Inspiration pur. 

Leipzig and Johann Sebastian Bach... I am late today. Concerts are sources to inspire