Freitag, 15. September 2017

Montag, 4. September 2017

Vernissage x 2

Gleich zwei Vernissagen am gleichen Wochenende...

LEIPZIG

Die Freiluftgalerie 2017 in der Alten Salzstraße in Leipzig  wurde eröffnet. Dagmar Zehnel (rechts), die Koordinatorin des GEDOK Friedhof-Projets, hält hier eine kurze einführende Rede, anschließend gab es ein kulturelles Programm zum diesjährigen Thema "Kreuzwege- Lebenswege"  in der Friedhofskapelle. Die Arbeiten (hier im Hintergrund meine Arbeit "An Ort und Stille:Hortus") werden nun wieder für ein Jahr an der äußeren Friedhofsmauer zu sehen sein. Weitere Arbeiten finden sich im Friedhofsgelände.









SIEGBURG

Während meine Masterclass Teilnehmerinnen in meinem Atelier in ihre textilen Projekte vertieft waren, später eine Auszeit bei der obigen Vernissage nahmen, fand gleichzeitig in Siegburg die Eröffnung der Ausstellung "FRAUENZIMMER" (organisert und kuratiert von Ricarda Aßmann) statt.Unten kann man einen kleinen Eindruck meiner Installationen sehen (Fotos: M. Thielmann).








Mal wieder Masterclass

Nach der Sommerpause versammelte sich letztes Wochenende die Masterclass 2017 bei mir im Atelier. Hier ein paar Eindrücke von den experimentellen Arbeiten. Alle Abschlussprojekte werden dann in 2018 wieder in Ausstellungen gezeigt. Aber es ist noch nicht soweit, ... im Moment werden noch Ideen ausprobiert, Konzepte überprüft und hier und da auch einiges wieder verworfen...die Arbeitstische zeugen davon!

Masterclass meeting in my studio. Some impressions of the studies in the middle of a project ...






 

Kurse - Teaching



Schon länger habe ich keine Kursbilder mehr gezeigt. Hier ein paar Impressionen aus dem Kurs in der Pfalz, organisiert von Gabi Tisch (Atelier Tisch). Thema: Komposition.

Dass alles mit einer Spielwiese beginnt, macht das komplizierte und komplexe Thema dann doch etwas leichter...

Some impressions of the summer teaching in the lovely countryside of Eisenberg. We worked around the complex theme of composition, starting with some playing around with marks. An easy playground  to work with...





















Mittwoch, 9. August 2017

Frauen und Zimmer - Women&Room

Detail aus meiner Arbeit "Hier et Demain" (2013), das Herzstück meiner neuen Installation

Detail aus "Floralia 5 - Nestbau" (2017)

Weiter geht's mit den Ausstellungen.

Ich habe den halben Sommer mit der Arbeit an der Installation 
"Encore Hier et Demain" (Immer noch gestern und morgen, 2017)
verbracht. 

Ausgestellt wird sie im Rahmen der Ausstellung 
ab September in Siegburg zu sehen sein.

Es ist eine Kombination von alten und neuen Werken, die - unter einem neuen Aspekt - meine Sichtweise zum Thema "Frauenzimmer" erörtert.
Ein ganz spezielles Ereignis hat mich zu der Installation inspiriert: einer der malenden Kollegen hat einmal den Begriff des "Hausfrauenformats" verwendet. Eigentlich ist das ein veralteter Begriff, wer redet heute noch von "Hausfrauen". Aber der Sturm an Reaktionen hat mich dann doch beschäftigt. 
Ich habe dann zufällig noch ein Buch über "Neue Häuslichkeit" (sehr "hübsch" gemacht) in die Hände bekommen. Das scheint etwas zu sein, was schon länger in der Luft schwebt: textil gedacht, (auch in der Illustration, in Stoffmustern, usw.) überall hübsche Blümchen auf aquarelliertem Hintergrund, schön mit einem Bildbearbeitungsprogramm in Szene gesetzt. Backrezepte, Design- und Wohntipps und auch alles noch kombiniert mit dem Willen, absolut im Flow zu bleiben...(schon mal ins Zeitschriftenregal geschaut??)

Also gut. Eine Installation, die ein Format vordergründig zum Thema macht. Und dann ist es wie so oft, bei näherem Hinsehen und gründlicherer Recherche gibt es unerwartete Wege im künstlerischen Schaffen... 
So habe ich die Wandbilder dieses Mal kombiniert mit Objekten, die den Raum in Tiefen und gebunden, geschnürt, geknotet, geöffnet, zeigen.
Raum genug, um selbst zu schauen, wo man bleibt...

A new show and my new installation. I worked some new objects that emphasize the theme around women and rooms. As I was interested in the subject of "working big, medium or small" and its consequences for the perception of art, I landed by making floral objects and put it together with my textile wallhangings. 
the show starts in september and more information can be found here: Frauenzimmer

Montag, 10. Juli 2017

Abschluss

Die fertige Platte: "An Ort und Stille: Hortus" (2017) Malerei, digitale Fotografie, Siebdruck, Collage, Maschinenstickerei



Detail 1: Malerei, Maschinenstickerei, Zeichnung, Grafitti

Detail2: Malerei, Zeichnung, Drucktechniken

Detail3: Malerei, Siebdruck, Collage, Maschinenstickerei





Fertig!

Die Vernissage findet am 2.9.2017 um 14h in der Alten Salzstrasse in LE statt. Alle Platten werden wieder in der Freiluftgalerie für ein Jahr zu sehen sein. Alle anderen Platten aus den letzten Jahren werden auf dem Friedhofsgelände ausgestellt.

Freitag, 7. Juli 2017

Work in progress

Detail der Platte, weitere Schichtungen mit Maschinenstickerei
Hier ein paar Bilder des Fortschritts an der Platte. 
Noch drei Tage.
Es ist nicht leicht, in einem engen Zeitrahmen in dieser Größe zu arbeiten. Glücklicherweise habe ich im letzten Jahr schon Erfahrungen sammeln können, sodass ich dieses Jahr auf bestimmte technische Fragen nicht mehr eingehen musste. Die Stickerei ist dieses Mal etwas weniger aufwändig gestaltet. Dafür habe ich beim Auftrag eher "Deconstruction" im Fokus der textilen Elemente gehabt.
Durch die Zartheit des Papiers war nicht nur der Druck sondern auch der Auftrag auf die Platte dem Zufall ausgesetzt. Diese flüchtigen Elemente scheinen wie geschaffen für mein Thema.

The work in progress. Three days left. Not easy to work 3 meters in that narrow time frame but as I collected technical experiences last year, I can concentrate more on the content. The stitching is less monumental this year, more fragments and deconstructed elements. That fits better to my theme.

Detail mit Maschinenstickerei und gemalten Elementen
Das Licht und der Schatten zaubern ganz eigene Elemente auf das entstehende Werk

Montag, 3. Juli 2017

Friedhofsprojekt Leipzig Plagwitz

Die leeren Platten sind verteilt, das Projekt beginnt: 10 Tage auf dem Leipziger Friedhof Plagwitz

Ein weiteres Gedok Projekt auf dem Friedhof Plagwitz. Ich hatte im letzten Jahr schon mit meiner Arbeit "Palimpsest" (2016) teilgenommen. Dieses Jahr ist der Titel des Projektes "Kreuzwege" - kein leichtes Thema angesichts einer jahrtausende alten Vorgeschichte und vielen historischen Vorlagen.

Rosensymbolik auf einem Grabstein auf dem Plagwitzer Friedhof

Den Hintergrund für meine Arbeit an der Platte sind die Recherchen um die Traditionen der "Stabat mater dolorosa", die sich in der Malerei als auch in der Musik (zB. Pergolesi) finden. Gepaart mit den Bildern vom "Paradiesgärtlein" (oberrh. Meister), "Maria im Rosenhag",(Martin Schongauer 1473, Lochner, u.a) . Die Rosen, die Gärten, Natur, Quelle für Frieden, Trost,Stille.Ob Grenzen von "Gärten" offen oder geschlossen sein sollen, das ist ja im Moment eine sehr aktuelle Frage...das mit der patriachalen Symbolik um die Jungfrauen lassen wir lieber. ... mich interessiert eher die Kraft und die Stärke, die Frauen entwickeln.







Farbe fliesst wohin sie will

 Wie immer gehört zu meiner Arbeit der Bezug auf den Prozess, der dem Zufall Raum gibt. Symbolik für das, was uns im Leben geschieht, und wir nicht kontrollieren können oder wollen.Ich verwende dabei Techniken, die sich zum Teil der menschlichen Kontrolle entziehen wie beispielsweise der Monoprint, Risse im Papier und fliessende Farbe. Der textile Faktor dabei ist in diesem Fall das, was man mit den Textiltechniken tun kann: verbinden, vernähen, durchstechen, vernetzen, verweben, verknoten... (Ich werde sicher nicht alles verwenden).

Drucke, die ich im Atelier für die Arbeit an der Nähmaschine vorbereitet habe

Meine Arbeiten sind stilistisch auch Kreuzungen. Es kreuzen sich Textilkunst, Malerei, Drucktechniken in Schichten.Meine Bilder sind nie schnell lesbar, sie fordern dem Betrachter die Mühe ab, sich visuell zurechtzufinden. Die komplexe Flut der Informationen überwältigt, ein zeitgeössischer Aspekt und ein dialogischer Akt. 

An Ort und Stille heißt meine Serie, an der ich seit Jahren immer mal wieder arbeite. 
Ruhe kann man finden in der Betrachtung von Details. Das Flüchtige neben der Konzentration auf einzelne Stellen. Kontemplation im besten Fall. Ansonsten mal wieder komplex.Vielleicht mache ich ja eines Tages auch mal eine Arbeit zur Leere. Mal sehen. Im Moment jedenfalls beschäftigt mich mehr die Stille angesichts von Vielfalt.

Detail

Sofern ich also Zeit finde in den nächsten Tagen, werde ich Fotos von der Entwicklung der Platte hier einstellen. 


Donnerstag, 22. Juni 2017

Schnell - neue Ausstellung: Fadenlauf - Rennsport trifft Textil in Hohenstein Ernstthal

Mein Werk "Schlechter Tag" (Detail): Ein Märchenstoff kombiniert mit Funktionstextilien und einem Geschwindigkeitstest

Zurück aus dem Urlaub 
Kurz zuvor war ich noch als Jurorin mit bei der Auswahl und Ausstellungsbesprechung im Textilmuseum. 
Da Hohenstein-Ernstthal ein Museum hat, in dem beide regionale Identitäten gezeigt werden, haben wir (der Quiltkunstverein eV.) und die Museumsleiterin M. Palm an einer Idee gearbeitet. Es ging darum, diese beiden, so weit entfernten Realitäten zusammenzubringen.

Nun werden ab Ende Juni diese Ausstellungen im Rahmen des Museumsjubiläums präsentiert.

Da ich auch nach einem Werk gefragt wurde, habe ich den Rennsport mal wörtlich genommen: ich machte mit mir selbst einen Wettlauf an der Nähmaschine und gab Gas. Ziel war nicht die Ästhetik oder die Techniken, Ziel war, eine Komposition möglichst unter dem Aspekt der Geschwindigkeit zu arbeiten. Gar nicht einfach...letztendlich ist der künstlerische Prozess doch eher ein Vor und Zurück, eine Ideensammlung und das textile Arbeiten eher eine analoge, langsame Angelegenheit.

Ich verwendete die ehemaligen Jaquard Motive aus der Weberei vor Ort, und die Funktionsstoffe der Autobranche, kombiniert mit Materialien aus dem Rettungswesen.Entwurf, Skizzen, Stoffe kombinieren, bearbeiten, eine Komposition erschaffen, bemalen, besticken, fertig....
In Rekordzeit den Parcours gestickt und eine Komposition geschaffen, das auch noch mit nicht gerade vorteilhaften Farbkombinationen.

Das Ergebnis kann man nun zusammen mit den textilen Werken des Quiltkunstvereins im Museum bewundern.


Schottland


Ab und zu braucht man auch Urlaub

dennoch: Künstlerin bin ich immer, egal wann, egal wo.
Fast in jedem Museum waren zeitgenössische textile Werke zu finden

das freut das Herz 

Wieso eigentlich immer noch nicht bei uns?

I had wonderful holidays at Scotland. 
As artist I am excited about contemporary textile works in nearly every museum we visited. Missing that in our country!!