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Mittwoch, 18. März 2020

Wie Weiter

Neuer Onlinekurs 

Britta Ankenbauer (2019): Echo fragend
Dies ist ein Kurs für die „Mittendrin“ Arbeit: du hast Skizzen und Ideen für Projekte. Oder du möchtest ein Projekt mal ganz von vorne bis hinten durchführen. 
Oder du möchtest das Thema rund um die Komposition von Bildern vertiefen.

Im Kurs wird es darum gehen, deine persönlichen Projekte zu entwickeln und die Gestaltung von textiler oder Mixed Media Kunst so zu vertiefen, dass ein Werk daraus entsteht. In mehreren Einheiten nähern wir uns Schritt für Schritt der Komposition, dem Aufbau und dem „Werk“ an. 

Dabei klären wir nicht nur, was denn ein „Werk“ (im Unterschied zur Skizze) ist, sondern finden auch Wege, Qualität in die Komposition und das Finish zu legen.
Dies ist ein interaktiver Online Kurs. Du kannst also dein persönliches Projekt beginnen und hast dann die 12 Wochen Zeit, das zu vertiefen, worum es dir vorwiegend geht.  


Als ich den Kurs und den Titel "Wie WEiter" ausgeschrieben habe, war von der Krise rund um Corona nichts zu wissen. Viele haben mir mitgeteilt, dass gerade jetzt die Kurse ihnen Halt geben und sie dadurch das Gefühl haben, für sich etwas Sinnvolles tun zu können, um aufzutanken. Kreativität ist eine Form allgemeiner Ideenfindung und eine geistige Leistung. Es ist das, was wir jetzt alle brauchen, um gute Ideen für die Bewältigung von schwierigen Situationen zu entwickeln und mit neuen, sehr schwierigen Fragen umzugehen.

Im Kurs steht das gestalterische Tun im Vordergrund, aber der „kreative Muskel“ ist mehr denn je nun im Ganzen gefragt. Durch das kreative Gestalten halten wir unseren „Kreativmodus“ jung und aktiv, was vielleicht auch helfen kann, im Allgemeinen Ideen entwickeln zu können. 

Ich hoffe sehr, dass der Kurs euch Freude und auch etwas Ruhe geben wird, und das Gefühl, auftanken zu können. Ich werde dafür einige Aufgaben entsprechend einflechten. Und ich werde online sehr präsent sein, da mein Atelier ja auch für Besucher*innen und Kursteilnehmer*innen im Moment geschlossen bleibt.

Ich habe das Teilnehmer*innenlimit aufgehoben und nehme auch noch kurzfristig Anmeldungen an. Infobrief gibt's bei mir per email (britank at hotmail punkt com). 

Onlinekurs: "Wie Weiter?"
Beginn: 25.03.2020
Dauer: 12 Wochen


 


Dienstag, 4. Februar 2020

Zeichen, Spuren und Ideen

Der Skizzenbuch- Onlinekurs ist gerade im letzten Drittel angekommen. Tolle Arbeiten, Ideen, Strukturen! Da beide Kurse, der Adventskalender und der Skizzenbuchkurs so toll gelaufen sind, habe ich mich gleich nocheinmal hingesetzt und weitere Kurse konzipiert. 
Ehrlich gesagt, hätte ich nie gedacht, dass ich mal Spass an Onlinekursen hätte! Aber die Kommunikation und die Inputs sind so interessant, dass ich es nun doch nicht lassen kann. Eine Teilnehmerin meinte sogar, dass Online noch gezieltere Beratung möglich sei.

Wer interessiert ist: ich schicke gerne eine Liste mit den zukünftigen Onlinekursen zu. Auf der Kursseite
findet ihr schon mal die nächsten zwei Kurse. Per email könnt ihr die anderen Kursausschreibungen schon mal vorab anfordern.
Die Anmeldephase läuft!


Kritzeln und Assoziieren. Skizzenbuchseite

Demnächst:
Kritzeln, Malen, Visualisieren
Mark Making

Onlinekurs 

Beginn 28.02.2020

Textile Kritzeleien in Kombination

Donnerstag, 23. Januar 2020

Brauche ich ein Skizzenbuch?

So ordentlich sieht es auf meinem Arbeitstisch nur aus, wenn ich einen Kurs vorbereite...
Der Onlinekurs "Skizzenbuch - einfach beginnen" hat begonnen. Begleitend dazu wird es hier immer mal wieder Posts zum Thema Skizzenbuch geben. Dies sind nicht die Übungen und Aufgaben aus dem Kurs. Es sind eher Gedanken und Positionen rund ums Thema. 
Seit ich mein Buch Momentaufnahmen (2015) geschrieben habe, ist schon wieder einige Zeit ins Land gegangen. Die Inhalte sind aber immer noch taufrisch!

Wozu brauche ich Skizzen?

Eines der Hauptthemen meiner Teilnehmerinnen in vielen Kursen ist die Frage, ob wir in der Textilkunst überhaupt ein Skizzenbuch brauchen und wie wir es mit unserer Materialorientierung nutzen können.

Was sind Skizzen überhaupt? Herkömmlicherweise fällt uns bei dem Wort Skizze sofort eine Zeichnung ein.  In den letzten Jahren vielleicht auch "Journaling" Seiten, die wir in den sozialen Medien zu Hauf sehen können. Textile Skizzen sieht man nicht so oft, in letzter Zeit aber doch etwas häufiger. Vielleicht wäre das Wort "Studie" besser geeignet? Aber auch das klingt nach einer organisierten Reihe von verschiedenen Ansichten eines visuell zu studierenden Gegenstandes. Voller Ordnung und Absicht.



Britta Ankenbauer: Gestickte Studie, Mixed Media, Papier und freie Stickerei

Skizze ist für mich einfach alles, mehr als Zeichnung, beginnend bei Mark Making (es gibt immer noch kein gutes deutsches Wort dafür) über Naturstudien (ja, Zeichnung und Malerei), Experimente und Materialerforschung, Übung zum Verbessern von Techniken und Recherche für Kenntnisse. Letting go und Planung, Zufallsprodukt und Fundstück .... 
Also ist es ein Überbegriff für das, was "vor dem fertigen Werk" an Ideenfindung, Suche, visueller Sammlung, Übung und Reflexion geschieht.
Britta Ankenbauer: Mark Making und Stickerei sind sich sehr ähnlich
 In meiner ersten Ausbildung habe ich ja gelernt, Trends zu beobachten. Zur Zeit ist ja das "Tägliche Tun" ganz trendy. XY-Tage etwas machen. Und durchhalten!!! Ich frage mich, ob das nicht eine sprachlich attraktivere - und veränderte Form von "Üben" ist. Wer ein Instrument lernen möchte, sollte jeden Tag üben. Ich habe mal Geige gespielt. Mehr schlecht als Recht (und nicht sehr lange). Aber das tägliche Üben hätte eine Selbstverständlichkei sein sollen - für mich aber schwer durchzuhalten damals. So viele Menschen probieren gerade etwas, was sich anhört, als ginge es um Disziplin. Jeden Tag! Never ever weniger!!! Dabei geht es vielleicht darum, Hände und Augen - wie die Sportler- fit zu halten.

Auf das Arbeiten mit dem Skizzenbuch bezogen, wäre es ja schön, täglich zu üben, es zu füllen, herumzuexperimentieren. Es geht aber nicht um Fleiß, Disziplin und Ordnung, denn das Ziel ist nicht (ausschliesslich), zeichnerisch besser zu werden oder die hundertste der besten aller besten Ideen zu finden. Skizzenbuch ist tiefer, entspannter, ist langfristiger angelegt. 

Mein Skizzenbuch ist ein eigenes Universum

Es geht für mich um Orte. Skizzenbuch ist ein Ort der Aufbewahrung, ein Ort des Suchens, ein Ort des Experimentierens. Ein Spielplatz und ein Museum. Dabei ist es toll zu erspüren und zu bemerken, wann ich üben sollte, wann ich einfach nur herumspiele, wann ich Raum für neue Ideen brauche. Ich kann sie nicht erzwingen. So plädiere ich gerade bei der Arbeit mit dem Skizzenbuch dazu, gut auf sich selbst zu hören. Anfänge zu finden, Ja! Ruhepausen und künstlerisch Yoga zu machen (war ein anderer Onlinekurs). 
Das bedeutet für mich: ich respektiere auch das "Menschliche" in mir, das mich manchmal einfach in einen "letting go" Zustand versetzt. Früher dachte ich, es ist einfach Trägheit. Heute denke ich, dass Kreativität auch Pausen braucht, ich vertraue mir selbst, dass ich bemerke, wann ich Zeit zum Luft holen und die Seele baumeln lassen brauche,... interessanterweise kommt dann manche Idee auch mal angeflogen.

Üben kann ich später mal wieder. Ich muss noch an meinen Linien arbeiten. Die brauchen noch etwas... mal sehen...


Britta Ankenbauer: Skizzenbuchseite

 


Montag, 21. Oktober 2019

Onlinekurse im Atelier StoffARt


Lange, schon immer mal wieder in den letzten Jahren habt ihr mich auf Onlinekurse angesprochen. Das häufte sich in den letzten Monaten so, dass ich mir nun mal Gedanken gemacht habe über diese Frage.


Es ist schon ewig und einige Jahre her, da habe ich schon einmal Onlinekurse angeboten. Damals war die Technik noch störrisch. Die Inputs waren gut, aber die Nettikette, also die Art und Weise, wie man im Internet kommuniziert war noch nicht so eingeübt wie heute. Und auch das Managen der Online-Inhalte war sehr zeitaufwändig. Wie auch immer: ich habe viel gelernt, viele Schwierigkeiten bewältigt und viel Spass gehabt. Danke an euch alle, die ihr diesen Weg mit mir gemeinsam schon so früh gegangen seid!!! Ich habe die Onlinekurse damals mit Interesse angeboten und mich aber später dann aus verschiedenen Gründen doch wieder für die analoge Variante bei mir im Atelier oder extern bei Veranstaltern entschieden.

Nun, also, die Zeit schreitet voran und ich natürlich mit.
Deshalb habe ich genau hingehört, Gespräche geführt und recherchiert. Ich musste eine eigene Position dazu finden.Ich habe mir Einiges im Netz angesehen und mitgemacht.
Ich mag keine Kursoberflächen, die nach Schema F aufgebaut sind. Die digitalisierten Kursprodukte basieren auf sehr  ähnlichen Designs, es ist als ob es ein Muster gibt, dem alle folgen. Sie sehen fast alle gleich aus und selbst wenn der Inhalt verschieden ist, es entsteht der Eindruck von vorgefertigter Massenware.Selbst die semantischen Felder, also die verwendeten Sprachelemente, sind fast überall ähnlich, so als hätten alle ein Handbuch, wie man jemanden im Netz anspricht.
In der Mode und dem Textildesign kommt uns das nicht unbekannt vor...
alles dem Gott des Marketing unterworfen...

Nun ist die Herzensangelegenheit vom Kunstschaffen sowieso immer individualisiert. Sonst wäre ich ja keine Künstlerin. Und ich bin auch in Bildung ausgebildet, also eine, die genau das fördern möchte: den eigenen Weg. Den eigenen kreativen Muskel bewegen und nicht nach Schema F (wie alle anderen) zu arbeiten, weil das für nicht jede und nicht immer passt. Schritt für Schritt AnLEITUNGen sind für erste Anfänge gut, danach aber erschweren bzw. verhindern sie den Einsatz des persönlichen Entscheidens.

So habe ich erstmal darauf verzichtet, mich dem Mahlstrom der allgemeinen Schematisierung anzuschliessen. Ok, vielleicht ein wenig selbstgestrickt. Dafür stimmt es aber mit dem, was ich sonst vertrete, besser überein. Ich suche nun gute digitale Lösungen ausserhalb der Schematisierung dafür.Und damit das nicht ewig dauert, bis ich technische und individuelle Lösungen für diese Fragen gefunden habe, lege ich trotzdem schon los! 
Um eure Frage nun endlich zu beantworten: Es wird Onlinekurse geben...

Das Atelier StoffARt geht online!

Dabei bleibt Eines wichtig: ich vertrete mit meiner Kunst ja verschiedene Basics: Eine Balance von Digital und Analog zu finden. Slow down und das kreative, eigen-sinnige Gestalten, das Arbeiten mit der "Hand" und den Kulturgütern Papier und Textil. Alle Sinne verbunden, Zeit und Hand im Einklang mit dem Material und das "Thinking by Hand" (die kreative Hand denkt).

Detail aus meiner Arbeit Ruhe (2019).  Derdigitale Ausgangspunkt wird von der Handlung erobert: Leinen, bemalt, maschinen- und handgestickt

Sticken ist ein gutes Beispiel. Klar kann ich mit dem Computer schnelle Stickereien an den  Näh- oder Stickmaschinen herstellen, oder ich nehme eine fertige Vorlage, um mit Hand nachzusticken. Meist ist das auch wieder Massenware, die Ästhetik stimmt aber es ist eben hundertfach und oft schnell produziert.

Genau da finde ich den Reiz der persönlichen Handschrift so viel schöner, besser, und auch individueller. Man sieht den Mensch hinter dem Design: keine Perfektion, nur ich mache diese krummen Stiche an der Maschine und mit meiner Hand, so, wie sie eben erscheinen. Perfekte Schönheit steht an zweiter Stelle.
Die fortgeschrittene digitale Wirklichkeit wirft eben die Frage nach der Balance zu den analogen Handlungen auf, das ist die Aufgabe, irgendwie das Gleichgewicht zu wahren. (Ich würde ja sonst nicht bloggen oder Instagram verwenden)...welche Balance brauche ich? Die Mischung machts, ... eine gute Basis für AtelierStoffARt - Onlinekurse, oder?

Noch ist alles nicht ausgereift, ich werde weiter nach Lösungen suchen, die zu meiner Haltung passen und bei denen ich gleichzeitig mir selbst und euch treu in den Grundsätzen bleiben werde.
Und damit ich nicht nur in Plänen verharre, starte ich meinen ersten Onlinekurs als Adventskalender!
Am 30.11. 2019 gehts los.

Mehr Infos gibt's auf der Kursseite hier im Blog und per email bei mir.