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Freitag, 8. Mai 2020

Masterclass - Abschlussprojekte "CoOpera"

Hier kommt nun der zweite Teil der Abschlussprojekte 

Es sind die Projekte der "Jubiläums-Masterclass" CoOpera

2018/2019

die wir auch an diesem Wochenende eigentlich in Karlsruhe gezeigt hätten. Durch den Ausfall der Veranstaltung bleiben vielen diese fantastischen Arbeiten vorenthalten. Die Fotos ersetzen nur ein wenig den Genuss der realen Betrachtung. 
Es ist noch offen, wann wir die Ausstellung dann zeigen können.

Zur CoOpera:

Ich hatte die Idee, das 10jährige Bestehen der von mir ins Leben gerufenen Masterclass Fortbildung mit einem besonderen Konzept zu feiern. Im Laufe der Jahre fanden so viele Abschlussprojekt-Ausstellungen in meinem Atelier und an vielen Orten statt: Berlin, Leipzig, Karlsruhe, Michelstadt, in Luxemburg, in den Niederlanden, um nur einige zu nennen. 

10 Jahre Masterclass Angebote. Über 100 Abschlussprojekte wurden insgesamt gezeigt.
Eine ganze Menge.

Die CoOpera-Fortbildung habe ich für "Ehemalige" Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeboten, sodass die üblichen textilen Gestaltungsgrundlagen, die zum Basisprogramm einer Masterclass gehören, schon gegeben waren. Ich hatte im Laufe der Jahre festgestellt, dass die Förderung der individuellen künstlerischen Handschrift meiner Teilnehmerinnen in den MC's sehr gut voranschritt. 

Schwierig wird es für uns Künstler*innen dann, wenn wir kooperieren. Wer bestimmt, wie das Projekt aussieht, welchen Einfluß lasse ich zu, welchen Austausch brauche ich? Wie schafft man dieses Spagat von individueller Projektarbeit und gemeinsamen Ideen?

So gab es für die CoOpera Teilnehmerinnen besondere Herausforderungen, zum Beispiel in einem begonnenen Bild einer Kollegin grafisch oder malerisch oder textil zu arbeiten, ohne bildlich zu aufdringlich zu werden, einfach als Übung für das Gespür des Eigenen und "Fremden".
Oder alle hatten die gleiche Aufgabe mit einer kleinen Variation, aus der ein Gruppengebilde erarbeitet werden sollte.

Es war ein spannendes Jahr und hier kommen nun die Abschlussprojekte: 

Sabine Frank (2019) "Unter Tauchen"Baumwolle, recycelte Stoffe, Organza, Handgefärbt, Maschinenstickerei, Handstickerei, Quilting, eigene Techniken

Sabine Frank (2019) Studien zu "Unter Tauchen", DetailBaumwolle, recycelte Stoffe, Organza, Handgefärbt, Maschinenstickerei, Handstickerei, Quilting, eigene Techniken




Kerstin Gernhold (2019) "Im Dialog"Surface Design, Rost, Baumwolle u.a. Handgefärbt, Draht, eigene Techniken


Kerstin Gernhold (2019) "Im Dialog" DetailSurface Design, Rost, Baumwolle u.a. Handgefärbt, Draht, eigene Techniken


Sabine Wiese (2019) "Back to Nature"
Baumwolle, Wolle, Digitale Fotografie, Surface Design, eigene Techniken, Handstickerei

Sabine Eckstein (2019) "Schimmernde Nächte"Seide, Organza, Baumwolle, digitale Fotografie, Bemalung, Hand- und Maschinenstickerei

Sabine Eckstein (2019) "Schimmernde Nächte"Seide, Organza, Baumwolle, digitale Fotografie, Bemalung, Hand- und Maschinenstickerei

Kerstin Heger (2019) "Zusammenspiel"Mixed Media, Baumwolle, NonWoven, Wolle, Malerei, Applikation

Christiane Schöbel (2019)  "Statt-Gespräche"Surface Design, Applikation, freie Maschinenstickerei
Christiane Schöbel (2019)  Studie zu "Statt-Gespräche", DetailSurface Design, Applikation, freie Maschinenstickerei

Adeleheid Lau (2019) "Ein Lebensweg"Digitale Fotografie, Zeichnung, Fototransfer, freie Stickerei

Adeleheid Lau (2019) "Ein Lebensweg"Digitale Fotografie, Zeichnung, Fototransfer, freie Stickerei




Ute Eisoldt (2019) "Schöner Schein"
Mixed Media, freie Maschinenstickerei, eigene Techniken

Ute Eisoldt (2019) "Schöner Schein"
Mixed Media, freie Maschinenstickerei, eigene Techniken

CoOpera Gruppen-Studie, Detail

Dienstag, 24. März 2020

Unsichtbares - the invisible


Britta Ankenbauer (2019) aus der Echo Serie

Unsichtbares

Invisible

Heute scheint die Sonne, keine Wolke am Himmel. Blau da draussen. Und kalt. Die Kälte sieht man nicht. Und auch Anderes bleibt unsichtbar. 
Gestern saß ich vor meinem Material und versuchte anzufangen, nicht nur das Warming up, das ich vor ein paar Tagen hier beschrieben habe, sondern eben meine eigentliche Arbeit. So einfach ist das aber nicht. Manche Projekte passen gerade überhaupt nicht.

Ich finde es interessant, wie zeitgenössische Kunst sich jetzt zeitgenösisch zeigt und nun ganz einfach an dem gemessen werden kann was "draußen" passiert.



Also grub ich gestern etwas tiefer in meinen angefangenen Projekten. 
Ich suchte nach einem roten Faden, etwas, das ich schon vor der Krise begonnen habe, das aber dem standhält, was gerade passiert. 

Britta Ankenbauer (2018) Memory - Ghost prints

Fragmente sind mein Spezialgebiet. Bisher habe ich mich stark auf das Sichtbare der Fragmente als narratives Element konzentriert. Über die Auseinandersetzung mit den Fragmenten und deren offenen Bedeutung für die Imagination kam ich folglich vor ein paar Jahren auch auf das Unsichtbare.
Unsere Imagination ist im Spiel, sie ergänzt den fehlenden Teil.
 
Daraufhin habe ich jede Menge Ghost Prints gearbeitet. Ich bin sehr weit mit den Prints gegangen, fast bis zur Unsichtbarkeit.

Gutes Thema, dachte ich dann gestern, hält der momentanen Atmosphäre stand. 

So arbeite ich also wieder. Zu Hause, nicht im Atelier in der Spinnerei, obwohl das streng genommen ja mein Arbeitsplatz ist. 
 
Das Unichtbare wird offensichtlich meine Arbeit in den nächsten Wochen bestimmen.

Mittwoch, 18. März 2020

Wie Weiter

Neuer Onlinekurs 

Britta Ankenbauer (2019): Echo fragend
Dies ist ein Kurs für die „Mittendrin“ Arbeit: du hast Skizzen und Ideen für Projekte. Oder du möchtest ein Projekt mal ganz von vorne bis hinten durchführen. 
Oder du möchtest das Thema rund um die Komposition von Bildern vertiefen.

Im Kurs wird es darum gehen, deine persönlichen Projekte zu entwickeln und die Gestaltung von textiler oder Mixed Media Kunst so zu vertiefen, dass ein Werk daraus entsteht. In mehreren Einheiten nähern wir uns Schritt für Schritt der Komposition, dem Aufbau und dem „Werk“ an. 

Dabei klären wir nicht nur, was denn ein „Werk“ (im Unterschied zur Skizze) ist, sondern finden auch Wege, Qualität in die Komposition und das Finish zu legen.
Dies ist ein interaktiver Online Kurs. Du kannst also dein persönliches Projekt beginnen und hast dann die 12 Wochen Zeit, das zu vertiefen, worum es dir vorwiegend geht.  


Als ich den Kurs und den Titel "Wie WEiter" ausgeschrieben habe, war von der Krise rund um Corona nichts zu wissen. Viele haben mir mitgeteilt, dass gerade jetzt die Kurse ihnen Halt geben und sie dadurch das Gefühl haben, für sich etwas Sinnvolles tun zu können, um aufzutanken. Kreativität ist eine Form allgemeiner Ideenfindung und eine geistige Leistung. Es ist das, was wir jetzt alle brauchen, um gute Ideen für die Bewältigung von schwierigen Situationen zu entwickeln und mit neuen, sehr schwierigen Fragen umzugehen.

Im Kurs steht das gestalterische Tun im Vordergrund, aber der „kreative Muskel“ ist mehr denn je nun im Ganzen gefragt. Durch das kreative Gestalten halten wir unseren „Kreativmodus“ jung und aktiv, was vielleicht auch helfen kann, im Allgemeinen Ideen entwickeln zu können. 

Ich hoffe sehr, dass der Kurs euch Freude und auch etwas Ruhe geben wird, und das Gefühl, auftanken zu können. Ich werde dafür einige Aufgaben entsprechend einflechten. Und ich werde online sehr präsent sein, da mein Atelier ja auch für Besucher*innen und Kursteilnehmer*innen im Moment geschlossen bleibt.

Ich habe das Teilnehmer*innenlimit aufgehoben und nehme auch noch kurzfristig Anmeldungen an. Infobrief gibt's bei mir per email (britank at hotmail punkt com). 

Onlinekurs: "Wie Weiter?"
Beginn: 25.03.2020
Dauer: 12 Wochen


 


Donnerstag, 23. Januar 2020

Brauche ich ein Skizzenbuch?

So ordentlich sieht es auf meinem Arbeitstisch nur aus, wenn ich einen Kurs vorbereite...
Der Onlinekurs "Skizzenbuch - einfach beginnen" hat begonnen. Begleitend dazu wird es hier immer mal wieder Posts zum Thema Skizzenbuch geben. Dies sind nicht die Übungen und Aufgaben aus dem Kurs. Es sind eher Gedanken und Positionen rund ums Thema. 
Seit ich mein Buch Momentaufnahmen (2015) geschrieben habe, ist schon wieder einige Zeit ins Land gegangen. Die Inhalte sind aber immer noch taufrisch!

Wozu brauche ich Skizzen?

Eines der Hauptthemen meiner Teilnehmerinnen in vielen Kursen ist die Frage, ob wir in der Textilkunst überhaupt ein Skizzenbuch brauchen und wie wir es mit unserer Materialorientierung nutzen können.

Was sind Skizzen überhaupt? Herkömmlicherweise fällt uns bei dem Wort Skizze sofort eine Zeichnung ein.  In den letzten Jahren vielleicht auch "Journaling" Seiten, die wir in den sozialen Medien zu Hauf sehen können. Textile Skizzen sieht man nicht so oft, in letzter Zeit aber doch etwas häufiger. Vielleicht wäre das Wort "Studie" besser geeignet? Aber auch das klingt nach einer organisierten Reihe von verschiedenen Ansichten eines visuell zu studierenden Gegenstandes. Voller Ordnung und Absicht.



Britta Ankenbauer: Gestickte Studie, Mixed Media, Papier und freie Stickerei

Skizze ist für mich einfach alles, mehr als Zeichnung, beginnend bei Mark Making (es gibt immer noch kein gutes deutsches Wort dafür) über Naturstudien (ja, Zeichnung und Malerei), Experimente und Materialerforschung, Übung zum Verbessern von Techniken und Recherche für Kenntnisse. Letting go und Planung, Zufallsprodukt und Fundstück .... 
Also ist es ein Überbegriff für das, was "vor dem fertigen Werk" an Ideenfindung, Suche, visueller Sammlung, Übung und Reflexion geschieht.
Britta Ankenbauer: Mark Making und Stickerei sind sich sehr ähnlich
 In meiner ersten Ausbildung habe ich ja gelernt, Trends zu beobachten. Zur Zeit ist ja das "Tägliche Tun" ganz trendy. XY-Tage etwas machen. Und durchhalten!!! Ich frage mich, ob das nicht eine sprachlich attraktivere - und veränderte Form von "Üben" ist. Wer ein Instrument lernen möchte, sollte jeden Tag üben. Ich habe mal Geige gespielt. Mehr schlecht als Recht (und nicht sehr lange). Aber das tägliche Üben hätte eine Selbstverständlichkei sein sollen - für mich aber schwer durchzuhalten damals. So viele Menschen probieren gerade etwas, was sich anhört, als ginge es um Disziplin. Jeden Tag! Never ever weniger!!! Dabei geht es vielleicht darum, Hände und Augen - wie die Sportler- fit zu halten.

Auf das Arbeiten mit dem Skizzenbuch bezogen, wäre es ja schön, täglich zu üben, es zu füllen, herumzuexperimentieren. Es geht aber nicht um Fleiß, Disziplin und Ordnung, denn das Ziel ist nicht (ausschliesslich), zeichnerisch besser zu werden oder die hundertste der besten aller besten Ideen zu finden. Skizzenbuch ist tiefer, entspannter, ist langfristiger angelegt. 

Mein Skizzenbuch ist ein eigenes Universum

Es geht für mich um Orte. Skizzenbuch ist ein Ort der Aufbewahrung, ein Ort des Suchens, ein Ort des Experimentierens. Ein Spielplatz und ein Museum. Dabei ist es toll zu erspüren und zu bemerken, wann ich üben sollte, wann ich einfach nur herumspiele, wann ich Raum für neue Ideen brauche. Ich kann sie nicht erzwingen. So plädiere ich gerade bei der Arbeit mit dem Skizzenbuch dazu, gut auf sich selbst zu hören. Anfänge zu finden, Ja! Ruhepausen und künstlerisch Yoga zu machen (war ein anderer Onlinekurs). 
Das bedeutet für mich: ich respektiere auch das "Menschliche" in mir, das mich manchmal einfach in einen "letting go" Zustand versetzt. Früher dachte ich, es ist einfach Trägheit. Heute denke ich, dass Kreativität auch Pausen braucht, ich vertraue mir selbst, dass ich bemerke, wann ich Zeit zum Luft holen und die Seele baumeln lassen brauche,... interessanterweise kommt dann manche Idee auch mal angeflogen.

Üben kann ich später mal wieder. Ich muss noch an meinen Linien arbeiten. Die brauchen noch etwas... mal sehen...


Britta Ankenbauer: Skizzenbuchseite

 


Montag, 6. Januar 2020

2020, die zweite

Detail aus meiner Arbeit vom letzten Jahr (2019), work in progress. Drawing/Zeichnung auf Stoff, bestickt.

Vor und zurück 

oder 

einfach in Bewegung bleiben

Jahresrückblicke sind ja immer sehr interessant. Im Kurz- oder Schnelldurchlauf noch einmal zurückblicken und dann mit Riesenschritten nach vorne. Geht auch langsamer, dachte ich. Deshalb kommt hier nicht das, was ich mir eigentlich vorgenommen hatte. Ich wollte eine Rückschau auf das letzte Jahr mit Bebilderung machen. Es war ja viel los, warum also nicht so eine kleine Ordnungsübersicht schaffen und damit das Jahr 2019 verabschieden?
Irgendwie regte sich in mir Widerstand, es waren so viele tolle Begegnungen, Ereignisse, Ausstellungen, Kurse und andere Veranstaltungen. Und dann war es für mich persönlich auch ein trauriges Jahr. Alles zusammen ist es wert, etwas langsamer in den Rückblick zu gehen. 
Statt also hier auf dem Blog ein Bild nach dem anderen zu veröffentlichen und eine visuelle Rückschau im Schnelldurchgang zu machen, habe ich mir ein paar Fragen vorgenommen, die mich in Bewegung halten.

  Was kann ich guten Gewissens zurücklassen aus dem letzten Jahr?


Entwurf (2019)
 Mit diesem Entwurf oben habe ich lange gerungen. Die Zeichnung hatte irgendwie Aussagekraft, aber ich war mit meinen Ideen zu der gesamten Komposition sehr unzufrieden. Wie viel Zeit ich da reingesteckt habe!!! Aber es wurde und wurde nicht. Letztendlich wollte ich es aber nicht aufgeben. Auch den Titel hatte ich schon: "Ich wollte immer einen Hund haben". Auch nachdem der Titel in meinem Bewusstsein auftauchte, war es nicht besser geworden. Lange Rede... ich legte die Arbeit schweren Herzens weg und konzentrierte mich auf die anderen Werke. So tauchte diese Arbeit nicht in meiner ECHO Ausstellung auf. 
Heute, viele Monate später, kann ich sie endlich loslassen. Ich freue mich über den Titelfund, der mir neue Ideen gibt.Und gelernt habe ich, dass ich in Zukunft vielleicht sogar leichter manche Werke in einer Box verstaue statt in einer Ausstellung zu zeigen. Es existiert und markiert meinen Schaffensprozess. Reicht eigentlich manchmal.

Was möchte ich unbedingt weitermachen?

Detail aus einem meiner Holzschnitte, Drucktechnik auf Stoff (2019)
Slow work. Material, Ideen und Handwerk miteinander zu zeitgenössischen Werken zu verknüpfen.
 Das erscheint mir manchmal einfach nur ein Kopfkonzept. Aber ich habe im letzten Jahr doch einige Ansätze in die Tat umgesetzt. Ich möchte mit Blick nach vorne viel mehr meiner langsamen Techniken aufnehmen und durchhalten, auch, wenn die Resultate auf sich warten lassen müssen. Beispielsweise habe ich verschiedene Holzschnitte noch unfertig in meinem Atelier liegen. Aber viele viele Ideen zur textilkünstlerischen Umsetzung. So will ich das unbedingt mitnehmen ins neue Jahr: die langsamen Druck- und Textiltechniken weiter verfolgen. Prozesse starten, die dem Gesamtkonzept dienen und die ich nicht aus den Augen verliere, während ich an den Details sehr langsam arbeite. 

Was werde ich noch in ein paar Jahren in Erinnerung behalten?

Kurse sind ein Ort zum gemeinsamen Entwickeln (hier Masterclass 2019)

Mal abgesehen von den privaten Erinnerungen, werde ich die wunderbaren Kurse und Meisterklassen 2019 in Erinnerung behalten. Interessanterweise erinnere ich mich sehr oft an das, was ihr gearbeitet habt. Die Bilder, Objekte und Serien, die entstanden sind. Höhepunkte gab es genug im letzten Jahr: der Kunstsommer in Irsee, die Meisterklasse, in der uns der Chor besuchte und mit interessantem Gesang erfreute. Oder die wunderbaren Tage in Oberrot, in der ihr mir so sehr beigestanden habt in meiner Trauer. Oder auch Stapelfeld, der abendliche Platzregen aus heiterem Himmel, der uns noch mehr zum Lachen brachte. Und auch in den Niederlanden, in dem wunderbaren Institut HAWAR, wo wir alle gemeinsam die Sprachen meisterten und das textile Vokabular noch hinzufügten. Die Pfalz, im Atelier Tisch, wo ich einmal im Jahr so ein wunderbares Umfeld und tolle Ideen zu sehen bekomme! Und nicht zu vergessen: die Masterclasses bei mir im Atelier, die in jedem Jahr neue und aufregende künstlerische Prozesse ermöglichen.
Kleiner Nachsatz: ganz überwältigt bin ich immer noch von dem Feedback zu meinem ersten Onlinekurs. Das motiviert zum Weitermachen!!!

 DANKE EUCH ALLEN!

 

Was gibt es Neues im Neuen Jahr?

Engelsgeflüster (2019)  

Britta Ankenbauer "Der große Tag" (2019), Digitale Fotografie, Malerei, Sticktechniken

Neue Werke, Slow Work, Eine neue Ausstellung im Sommer, Neue Onlinekurse, Eine neue Masterclass, und mal sehen... was sonst noch kommt.


 

Freitag, 3. Januar 2020

2020

Der Thron (2018)


Neujahrsvorsätze

Nach diesen vielen Feiertagen mitten in der Woche muss ich nachdenken. 

Das mit den Neujahrsvorsätzen ist ja so eine Sache. 
Erst mache ich welche, dann stelle ich ein paar Monate (oder Wochen) danach fest, dass ich doch wieder vom Sog der Alltagsarbeit erfasst worden bin und die Vorsätze dahinschwimmen. Sie driften einfach weg. Manche werden ziemlich schnell von Stromschnellen erfasst und andere plätzschern noch ein wenig vor sich hin, bis auch sie außer Sicht sind...

So habe ich in den letzten Jahren beschlossen, keine mehr zu machen. Aber das ist ja völlig gegen den Trend. Bulletjournale an jeder Ecke, Zielformulierungen und Effektivitätsstrategien... die Selbstoptimierung ist auch in der Kunst in vollem Gange.

Wenn ich ehrlich bin, kann ich es ja auch gar nicht so ganz lassen, das mit dem Rückblick und dem Vorausblicken. Es ist einfach eine gute Sache, mal anzuhalten und zurück zu blicken, dann den Blick nach vorne zu wenden.

Nun bin ich ja eine Künstlerin, die mit dem Zufall arbeitet. Ganz bewusst gebe ich meinem Schaffen einen FreiRaum, es darf etwas passieren, ganz wie im echten Leben ist nicht alles kontrollierbar, schon gar nicht von mir.

So habe ich zufällig heute ein wenig Zeit zum Sinnieren.

 


Dienstag, 10. Dezember 2019

Sonntag, 8. Dezember 2019

Nr. 8


Nr. 8 

Landschaft

 Gestern war ein Kind an meinem Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Ich hatte meine Visitenkarten ausliegen, darauf zu sehen ein Ausschnitt aus meiner Echo-Serie, bestickt. Sie hüpfte herum, nahm die Karte und schaute intensiv. Nur ein Wort brauchte es für sie, um zu erfassen, was darauf war: Landschaft. Sie hüpfte weiter, ich hatte noch ein paar Weihnachtskarten ausgelegt, darauf zu sehen: etwas krumme und humorvolle Weihnachtsmotive wie Engel, Sterne, Tannenbäume, ....sie nahm sie nacheinander in die Hand, schaute und befand dann: "Landschaft". 

Sie hüpfte weiter 




Samstag, 7. Dezember 2019

Nr. 6+7

Nr. 6+7: mein Werk "Daheim ist's am Schönsten" (2019)

Quality time

Ich bin gerade auf einem der schönsten Weihnachtsmärkte in Leipzig mit einigen kleineren meiner Bilder aus der Echo-Serie (2019). Deshalb kommt der Nikolaustagsblog auch erst heute. Es ist interessant, wenn man zwischen all den angewandten Waren wie Kissen, Strümpfen, Kerzen, Schmuck und anderem mit gestickten Bildern sitzt. Ehrlich gesagt, liebäugle ich auch mit dem ein oder anderen der Produkt, besonders Keramik und die hübschen textilen Produkte haben es mir angetan, aber da ich auch mir selbst ein Slow down im Konsum verordnet habe, halte ich mich sehr zurück.... 
Ich selbst zeige mit meinem Stand dort einen Teil meiner kleineren  Arbeiten aus der Kinderserie. Mein "Slow work", meine Stickereien, die Ergebnisse der künstlerischen "Langsamkeit".

 Quality Time auf dem Markt: die Menschen kommen, schauen, staunen. Es war gestern überwältigend und das Feedback der Menschen lässt mich so "weihnachtlich fröhlich" werden. "So etwas habe ich ja noch nie gesehen", "das ist ja mal interessant", "wie machen Sie das, das sieht ja toll aus..." undsoweiter. Ich will hier nicht die Lobhudeleien überbetonen, sondern eher einen Eindruck vermitteln. So bietet mein Stand nicht die schnelle Kleinigkeit, sondern etwas, was zunächst einmal für die Augen etwas bietet.In den Gesprächen ist die Zeit, die ein Werk "kostet", häufiges Thema. Ich hatte nicht erwartet, dass es so viele Menschen gibt, die doch auch äußern, dass Zeit zunehmend ein "Gut", ein "Produkt" wird. Dafür gibt es auf dem Markt viel Bewunderung und netterweise auch den ein oder anderen langsamen Auftrag von Leuten, die Zeit und Kunst wertschätzen.
Da freut es mich, dass ich es dieses Jahr geschafft habe, wieder mal auf einen Weihnachtsmarkt mit den Bildern zu gehen. 
Slow down im Weihnachtsrummel

Begegnung, Augengenuss, gute Qualität, weniger ist mehr und langsamer,
die textilkünstlerischen Visionen in der Praxis.
2020 kann kommen. Neue Projekte stehen an... schön langsam.

Und im Hintergrund noch einen Gruß an euch alle, die gerade den Onlinekurs machen: Eure Feedbacks sind einfach überwältigend! DANKE dafür!!
  ps. der Weihnachtsmarkt findet in der Mädlervilla in Leipzig statt und geht noch bis Sonntag...