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Freitag, 3. Januar 2020

2020

Der Thron (2018)


Neujahrsvorsätze

Nach diesen vielen Feiertagen mitten in der Woche muss ich nachdenken. 

Das mit den Neujahrsvorsätzen ist ja so eine Sache. 
Erst mache ich welche, dann stelle ich ein paar Monate (oder Wochen) danach fest, dass ich doch wieder vom Sog der Alltagsarbeit erfasst worden bin und die Vorsätze dahinschwimmen. Sie driften einfach weg. Manche werden ziemlich schnell von Stromschnellen erfasst und andere plätzschern noch ein wenig vor sich hin, bis auch sie außer Sicht sind...

So habe ich in den letzten Jahren beschlossen, keine mehr zu machen. Aber das ist ja völlig gegen den Trend. Bulletjournale an jeder Ecke, Zielformulierungen und Effektivitätsstrategien... die Selbstoptimierung ist auch in der Kunst in vollem Gange.

Wenn ich ehrlich bin, kann ich es ja auch gar nicht so ganz lassen, das mit dem Rückblick und dem Vorausblicken. Es ist einfach eine gute Sache, mal anzuhalten und zurück zu blicken, dann den Blick nach vorne zu wenden.

Nun bin ich ja eine Künstlerin, die mit dem Zufall arbeitet. Ganz bewusst gebe ich meinem Schaffen einen FreiRaum, es darf etwas passieren, ganz wie im echten Leben ist nicht alles kontrollierbar, schon gar nicht von mir.

So habe ich zufällig heute ein wenig Zeit zum Sinnieren.

 


Montag, 30. September 2019

Nachlese eines intensiven Kurs- und Ausstellungssommers - Review of a very intense summer

Experimente im Atelier: Verschiedene Ideen verbinden und neu kombinieren

Nun bin ich also zurück von einem sehr intensiven Sommer. Viele Masterclasses, Meisterkurse und Workshops habe ich durchgeführt und ich konnte meine neuen Arbeiten in der Kunstnacht beim Schwäbischen Kunstsommer  Irsee und in der "Nacht der Kunst" in Leipzig zeigen.Wie so oft bin ich ganz tief eingetaucht und durfte sehr viele schöne Momente in den künstlerischen Prozessen begleiten und interessante Gespräche mit den Kunstliebhabern führen.

Seit vielen Jahren, schon bevor ich meine Arbeit als Künstlerin in die Professionalität geführt habe, begleitete ich als Supervisorin und Coach Veränderungsprozesse. Dort ist das berühmte "K" Wort, also alles, was sich rund um die Kreativität rankt, sehr wichtig. Können wir doch mit einer kreativen Haltung neue Lösungen für neue und alte Probleme finden, Knoten in der Kommunikation lösen, Ziele verfolgen oder uns einfach authentischer, freier und leichter fühlen.

Als ich mich dann vor ca. 15 Jahren etwas mehr in den professionellen Kunst-Kontext als freischaffende Künstlerin eingelebt hatte, fand ich es sehr befremdlich, dass das K-Wort nahezu ein Tabuwort war. Niemand, der ernsthaft (?)  und professionell Kunst macht, wollte das Wort verwenden.
Eine Weile habe ich mich gewundert und mich ein klein bisschen angepasst, ich bemerkte, dass Gespräche "besser" liefen, wenn ich nicht über meine persönliche Kreativität sprach. Aber ich wollte keinen Maulkorb. Kunst arbeiten und leben heisst Freiheit, oder?

 Kreativität ist die Quelle, ein Muskel, etwas, was wir alle haben. Je mehr wir davon anwenden, desto leichter fällt es uns, Ideen zu spinnen. 

Als bildende Künstlerin gehört die Beobachtung für mich wesentlich dazu. Also hat es nicht lange gedauert und ich habe einfach mal begonnen, dieses Phänomen zu beobachten. Fragen rund um die kreativen Prozesse sind viel zu spannend, um sie außen vor zu lassen, wenn wir über Kunst reden. Daraus resultierten beispielsweise meine Künstlerbücher zum Thema "Artistic Soul - Künstler*innenseelen", die ja vor einigen Jahren in Leipzig und München ausgestellt wurden. Und ich hatte damals beschlossen, Bücher zu schreiben, die ohne StepbyStep Anleitungen auskommen. Ich habe sie entsprechend aufgebaut und auch grafisch gestaltet.

Heute ist es mir egal, wer daraus ein Tabu macht, möge dies tun. Es hat sich etwas verändert in den letzten Jahren. Mit Themen wie Achtsamkeit, Work-Life-Balance und auch der Arbeit am "Mindset" wie es so schön neudeutsch heisst, hat das K Wort wieder Einzug in die Kommunikation über Kunst und Kunstmachen gehalten. Ich freue mich darüber, dass sich so viele auf den Weg gemacht haben, sich mit ihren persönlichen Prozessen zu beschäftigen und ihre künstlerische Ideen authentisch umsetzen. Das Wichtigste daran: MOVEMENT - In Bewegung bleiben!


Wurzeln: meine persönlichen Wurzeln als Künstlerin  


Wer mich kennt, weiß es: bei mir gibt's keine Schritt für Schritt AnLEITUNGen. Auf Fragen gibt es gerne mal Gegenfragen. Manchmal teile ich auch meine Erfahrungen. Manchmal greife ich in die Theoriekiste und gebe Aufgaben zur Gestaltung. 

Deshalb, wenn ich nun auf diesen Sommer zurückblicke, bin ich sehr zufrieden und dankbar. Es ist einfach so ein unglaubliches Geschenk, dass ich an diesen Prozessen beteiligt war und bin, Veränderungen erleben durfte und darf und dann die Kunstwerke später zu sehen bekomme (ja bitte, schickt mir ein Foto, auch noch Jahre später!) und (als Kuratorin) sie sogar manchmal auch ausstelle.


Bevor ich mich also mit Herzblut wieder ins Atelier begebe und meine eigenen neuen und alten kreativen Wege beschreite, möchte ich diese Sommerkurs Atmosphäre rund ums K-Wort mit euch teilen.
Wir haben kreative Anfänge gefunden, viele Mindmaps und Brainstormings mündeten in sehr kreative Prozesse des Hin- und Hers, des Abwiegens, Zweifelns, Aussuchens, Entscheidens und letztendlich in die sehr individuellen persönlichen Wege für Kunstwerke und Gestaltungsideen.

Gestaltung ist lernbar. Die  Designelemente kann man für sich erforschen und deren Regeln anwenden lernen. Kreativität ist ein Kreislauf, ein Prozess. Frühere Studien haben daraus Schritt-für-Schritt oder Ablaufmodelle gemacht. Ich bin der Meinung, dass man sich nicht im luft- (kreativitäts-)leeren Raum befindet. Man kann überall anfangen. Immer dann, wenn Ideen im Kopf herumschwirren, kann man sie festhalten, in Skizzenbüchern, Journals, auf Zetteln...
Immer dann, wenn Ideen gesucht werden, kann man alle Sinne einsetzen und aufmerksam werden. Sie fliegen herum, die Ideen.
Immer dann, wenn man nicht weiterkommt, kann man loslassen und Neues probieren. Interessanterweise kann man das Neue später oft mit dem Alten verbinden und gerät damit wieder in Bewegung, die Blockade ist aufgelöst.

Happy working!





Donnerstag, 23. März 2017

Neues - New

Wer sich lange auf dem blog nicht sehen lässt, ist vermutlich am Arbeiten...





Mittwoch, 8. Oktober 2014

5 Tage Textilwerkstatt in Springe - 5 Days Workshop



 Anfang Oktober fand in Springe die Textilwerkstatt statt. 
5 Tage Workshop

Ich unterrichtete 

"Schritt für Schritt zum Artquilt"

- wohl wissend, dass der kreativ künstlerische Vorgang keinesfalls in eine übersichtliche Abfolge gebracht werden kann. 

Sicher, es gibt einen Anfang

Inspiration


und mit den Fotos vom Workshop möchte ich inspirieren
 und mich auf diesem Wege noch einmal bei allen Teilnehmerinnen bedanken, die sich alle auf diese künstlerischen Prozesse eingelassen haben und ihre 
Entwürfe und Ideen in wunderbare Quilts 
verwandelt haben!

I am just back from teaching a 5 days workshop at Springe.
The subject of step by step to art quilts isn't really a clear thing. 
Creative processes are more complex.

Of course the starting point of an artwork is 

inspiration

and with the inspiring student work
you can follow a little bit this wonderful week.
Thanks to all of the students who made this week so 
inspiring and exciting!



















Am Ende der Workshoptage gab es für alle Gruppen eine Präsentation des Geschaffenen.
Unten ein kleiner Einblick in unseren Raum
mit den (fast) fertigen 
Arbeiten.
At the end of all workshops we installed a presentation for all students. 
Just a little peak into our room 
with (mostly) 
ready 
artwork






Mittwoch, 18. Dezember 2013

18. Dezember - Die Seele baumeln lassen, oder? Warming up and Cooling down


Das ist die Frage: Arbeitsvermeidungsstrategien mittels Gestaltung?

Dem Prozess folgen


Ruhe reinbringen
oder
umkreisen
des Eigentlichen
oder 
sinnfreies, sinnvolles 
Warming up
oder 
nötiges
Cooling down?

Just create

 








Freitag, 13. August 2010

Happy new year


Die Schule hat begonnen! Ist es nicht jedes Jahr das Gleiche: der gefühlte Jahrebeginn ist nicht im Januar, sondern dann, wenn alles wieder beginnt: man ist aus dem Urlaub zurück, hat den Sommer hinter sich, die Schule, Uni oder Arbeit beginnt wieder und man gewöhnt sich allmählich sogar wieder an das frühe Aufstehen. Also meiner Meinung nach ist das der eigentliche Jahresbeginn! Der Blick richtet sich nach vorn mit einer Mischung aus Neugier auf das Kommende und einem viel zu schnell wieder alltäglichen Gefühl von Routine.

HAPPY NEW YEAR!

School started this week here. Isn't it the same every year: the real "new year" is not in january but now, after a wonderful lazy summer. If you ask me: this is the real beginning of the new year: all people just look forward to begin new projects and with hopeful feelings.  Happy new year!



Und während unsere Kinder in diesem Bundesland wieder zu Fleiß und Sauberkeit erzogen werden, hoffen wir doch, dass kreative und kommunikative Fähigkeiten irgendwann vielleicht auch eine höhere Bewertung schulischerseits erfahren werden. (Auch typisch für den Jahresbeginn: man ist immer hoffnungsvoll sentimental:)

Creativity is one of my favorite subjects. At the beginning of this year at school, we can hope again, that our children could learn a lot of being creative. Unfortunately not all teachers have this focus. And in my coachings and art classes I meet a lot of adults who lost their ability to be spontaneous and creative, if needed, it is a lot of "work" to unleash it. I imagine, that we just have a small parking somewhere inside for our creativity, so that it would be hard to start again.

Just be creative, every day a little bit, that would be great! And if there are no ideas, ask our children, they always find great things!!!

Das Thema ist eines meiner Lieblingsthemen: soviele erwachsene Menschen, die ich in meinen Kursen und Coachings kennenlerne, die ihre kreativen Fähigkeiten über Jahre zurückdrängen und einschränken mußten, und wenn dann ungewöhnliche Lösungen gebraucht werden, ist das kreative Potential irgendwo in einer kleinen Ecke geparkt und hat Mühe, in Gang zu kommen. Da gibt's nur eins: die Kinder fragen! (Oder die, die so verrückt sind, kreativ zu sein) und jeden Tag ausparken üben!

Happy working!

Montag, 5. Mai 2008

Zurück an die kreative Arbeit - Back to creative work

Zurück an die kreative Arbeit. Die nächsten Wochen werden geprägt von der Ausstellungsvorbereitung für den Sommer. Oben im Bild ein Stoff, den ich in mehreren Schichten bearbeitet habe, Ausgangspunkt für einen neuen Quilt...
Back to the creative process, preparing my solo exhibition in summer in the next weeks. The picture shows one of my multi-layered fabric, starting point for a new quilt...