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Sonntag, 22. Dezember 2019
Samstag, 7. Dezember 2019
Nr. 6+7
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| Nr. 6+7: mein Werk "Daheim ist's am Schönsten" (2019) |
Quality time
Ich bin gerade auf einem der schönsten Weihnachtsmärkte in Leipzig mit einigen kleineren meiner Bilder aus der Echo-Serie (2019). Deshalb kommt der Nikolaustagsblog auch erst heute. Es ist interessant, wenn man zwischen all den angewandten Waren wie Kissen, Strümpfen, Kerzen, Schmuck und anderem mit gestickten Bildern sitzt. Ehrlich gesagt, liebäugle ich auch mit dem ein oder anderen der Produkt, besonders Keramik und die hübschen textilen Produkte haben es mir angetan, aber da ich auch mir selbst ein Slow down im Konsum verordnet habe, halte ich mich sehr zurück....
Ich selbst zeige mit meinem Stand dort einen Teil meiner kleineren Arbeiten aus der Kinderserie. Mein "Slow work", meine Stickereien, die Ergebnisse der künstlerischen "Langsamkeit".
Quality Time auf dem Markt: die Menschen kommen, schauen, staunen. Es war gestern überwältigend und das Feedback der Menschen lässt mich so "weihnachtlich fröhlich" werden. "So etwas habe ich ja noch nie gesehen", "das ist ja mal interessant", "wie machen Sie das, das sieht ja toll aus..." undsoweiter. Ich will hier nicht die Lobhudeleien überbetonen, sondern eher einen Eindruck vermitteln. So bietet mein Stand nicht die schnelle Kleinigkeit, sondern etwas, was zunächst einmal für die Augen etwas bietet.In den Gesprächen ist die Zeit, die ein Werk "kostet", häufiges Thema. Ich hatte nicht erwartet, dass es so viele Menschen gibt, die doch auch äußern, dass Zeit zunehmend ein "Gut", ein "Produkt" wird. Dafür gibt es auf dem Markt viel Bewunderung und netterweise auch den ein oder anderen langsamen Auftrag von Leuten, die Zeit und Kunst wertschätzen.
Da freut es mich, dass ich es dieses Jahr geschafft habe, wieder mal auf einen Weihnachtsmarkt mit den Bildern zu gehen.
Slow down im Weihnachtsrummel
Begegnung, Augengenuss, gute Qualität, weniger ist mehr und langsamer,
die textilkünstlerischen Visionen in der Praxis.
2020 kann kommen. Neue Projekte stehen an... schön langsam.
Und im Hintergrund noch einen Gruß an euch alle, die gerade den Onlinekurs machen: Eure Feedbacks sind einfach überwältigend! DANKE dafür!!
ps. der Weihnachtsmarkt findet in der Mädlervilla in Leipzig statt und geht noch bis Sonntag...
Montag, 21. Oktober 2019
Onlinekurse im Atelier StoffARt
Lange, schon immer mal wieder in den letzten Jahren habt ihr mich auf Onlinekurse angesprochen. Das häufte sich in den letzten Monaten so, dass ich mir nun mal Gedanken gemacht habe über diese Frage.
Es ist schon ewig und einige Jahre her, da habe ich schon einmal Onlinekurse angeboten. Damals war die Technik noch störrisch. Die Inputs waren gut, aber die Nettikette, also die Art und Weise, wie man im Internet kommuniziert war noch nicht so eingeübt wie heute. Und auch das Managen der Online-Inhalte war sehr zeitaufwändig. Wie auch immer: ich habe viel gelernt, viele Schwierigkeiten bewältigt und viel Spass gehabt. Danke an euch alle, die ihr diesen Weg mit mir gemeinsam schon so früh gegangen seid!!! Ich habe die Onlinekurse damals mit Interesse angeboten und mich aber später dann aus verschiedenen Gründen doch wieder für die analoge Variante bei mir im Atelier oder extern bei Veranstaltern entschieden.
Nun, also, die Zeit schreitet voran und ich natürlich mit.
Deshalb habe ich genau hingehört, Gespräche geführt und recherchiert. Ich musste eine eigene Position dazu finden.Ich habe mir Einiges im Netz angesehen und mitgemacht.
Ich mag keine Kursoberflächen, die nach Schema F aufgebaut sind. Die digitalisierten Kursprodukte basieren auf sehr ähnlichen Designs, es ist als ob es ein Muster gibt, dem alle folgen. Sie sehen fast alle gleich aus und selbst wenn der Inhalt verschieden ist, es entsteht der Eindruck von vorgefertigter Massenware.Selbst
die semantischen Felder, also die verwendeten Sprachelemente, sind fast
überall ähnlich, so als hätten alle ein Handbuch, wie man jemanden im
Netz anspricht.
In der Mode und dem Textildesign kommt uns das nicht unbekannt vor...
alles dem Gott des Marketing unterworfen...
In der Mode und dem Textildesign kommt uns das nicht unbekannt vor...
alles dem Gott des Marketing unterworfen...
Nun ist die Herzensangelegenheit vom Kunstschaffen sowieso immer individualisiert. Sonst wäre ich ja keine Künstlerin. Und ich bin auch in Bildung ausgebildet, also eine, die genau das fördern möchte: den eigenen Weg. Den eigenen kreativen Muskel bewegen und nicht nach Schema F (wie alle anderen) zu arbeiten, weil das für nicht jede und nicht immer passt. Schritt für Schritt AnLEITUNGen sind für erste Anfänge gut, danach aber erschweren bzw. verhindern sie den Einsatz des persönlichen Entscheidens.
So habe ich erstmal darauf verzichtet, mich dem Mahlstrom der allgemeinen Schematisierung anzuschliessen. Ok, vielleicht ein wenig selbstgestrickt. Dafür stimmt es aber mit dem, was ich sonst vertrete, besser überein. Ich suche nun gute digitale Lösungen ausserhalb der Schematisierung dafür.Und damit das nicht ewig dauert, bis ich technische und individuelle Lösungen für diese Fragen gefunden habe, lege ich trotzdem schon los!
Um eure Frage nun endlich zu beantworten: Es wird Onlinekurse geben...
Das Atelier StoffARt geht online!
Dabei bleibt Eines wichtig: ich vertrete mit meiner Kunst ja verschiedene Basics: Eine Balance von Digital und Analog zu finden. Slow down und das kreative, eigen-sinnige Gestalten, das Arbeiten mit der "Hand" und den Kulturgütern Papier und Textil. Alle Sinne verbunden, Zeit und Hand im Einklang mit dem Material und das "Thinking by Hand" (die kreative Hand denkt).
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| Detail aus meiner Arbeit Ruhe (2019). Derdigitale Ausgangspunkt wird von der Handlung erobert: Leinen, bemalt, maschinen- und handgestickt |
Sticken ist ein gutes Beispiel. Klar kann ich mit dem Computer schnelle Stickereien an den Näh- oder Stickmaschinen herstellen, oder ich nehme eine fertige Vorlage, um mit Hand nachzusticken. Meist ist das auch wieder Massenware, die Ästhetik stimmt aber es ist eben hundertfach und oft schnell produziert.
Genau da finde ich den Reiz der persönlichen Handschrift so viel schöner, besser, und auch individueller. Man sieht den Mensch hinter dem Design: keine Perfektion, nur ich mache diese krummen Stiche an der Maschine und mit meiner Hand, so, wie sie eben erscheinen. Perfekte Schönheit steht an zweiter Stelle.
Die fortgeschrittene digitale Wirklichkeit wirft eben die Frage nach der Balance zu den analogen Handlungen auf, das ist die Aufgabe, irgendwie das Gleichgewicht zu wahren. (Ich würde ja sonst nicht bloggen oder Instagram verwenden)...welche Balance brauche ich? Die Mischung machts, ... eine gute Basis für AtelierStoffARt - Onlinekurse, oder?
Noch ist alles nicht ausgereift, ich werde weiter nach Lösungen suchen, die zu meiner Haltung passen und bei denen ich gleichzeitig mir selbst und euch treu in den Grundsätzen bleiben werde.
Und damit ich nicht nur in Plänen verharre, starte ich meinen ersten Onlinekurs als Adventskalender!
Am 30.11. 2019 gehts los.
Mehr Infos gibt's auf der Kursseite hier im Blog und per email bei mir.
Labels:
change,
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Veränderung
Mittwoch, 19. Dezember 2018
Donnerstag, 6. Dezember 2018
# 6 Augenmerker
6
Weißt du noch...
Im letzten Jahr habe ich mich immer noch und immer weiter mit dem Thema "Zeit" beschäftigt. Erinnerungen sind ein Teil davon. Meine neuen Studien und Skizzen orientieren sich daran, dass sich in unseren gegenwärtigen Erinnerungen auch immer eine Veränderung durch unsere Vorstellungskraft vollzieht. Vergangenheit und Gegenwart begegnen sich. Manches wird verklärt, anderes verhüllt, einiges wird aus dem Verborgenen hervorgeholt und gerät transparent oder verschwimmt. Es ist unsere Imagination, die poetisch oder dramatisch hinzufügt oder weglässt. Ein künstlerischer Akt also.
My interest in all around the subject of "time" led me to the experimental works around memories. My newer studies ask about the way we imagine memories after a long time. Past and present meet. We always use our imagination to reveal or to hide some of them. Poetic transparency. An artistic way to connect to the past.
do you remember...
| Studie. Gefärbt, Konstruiert, Maschinenbestickt, Verhüllt. Experimental work, Thread construction, Machine stitched, reveiled |
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