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Donnerstag, 1. Februar 2018

Welcome back

2018




spielen 
entstehen
verwandeln
verbinden


Das neue Jahr ist ein Jubiläumsjahr


Ein Leitfaden für dieses Jahr


in mehrfacher Hinsicht


Manchmal fordert das echte Leben uns in einer Weise, die wenig Raum lässt für die Kunst. Und doch ist sie immer um uns herum. Nicht Kunst geht nicht. Es äussert sich manchmal nach außen, als ob ein Stillstand da wäre. Was aber nicht stimmt. Es sind nur kleinere Zeitfenster und die Energie fehlt manchmal, um Werke hervorzubringen. Dann spürt man, wie im Frühling, dass schlimme Zeiten vorbei sind und man wieder atmen kann. Energie kommt in irgendeiner Form zurück. Und, ja klar, das äußert sich im Kunstschaffen. 

Neue Arbeiten sind in meinem Atelier entstanden und noch im Entstehen. Manches wird dabei einer Verwandlung unterzogen, anderes lehnt sich an Traditionen an. Es ist schon immer Sache der Textilkunst, zu verbinden, das ist, was mich an der Textilkunst so begeistert. Sie ist so jung, Textilgestaltung blickt auf jahrhundertelange Traditionen zurück, die freie künstlerische Arbeit mit Textil allerdings steckt immer noch in den Kinderschuhen. Das gibt uns Freiheit und es ist auch eine Herausforderung, denn es gibt wenig Orientierungspunkte. Man muss schon selbst losgehen und Wege suchen. Vielleicht mit klassischen Methoden, ganz sicher aber auch mit zeitgenössischen. Das Mäandern gehört in unsere junge Kunstform und hält die Sache in Bewegung. Nicht alle gehen diesen Weg mit, auch das ist sehr klassisch für die Textilkunst. 

Ein Jubiläum ist ein guter Anlass, über das, was man da tut, nachzudenken. Lange war mir selbst nicht klar, wieso manches so schwierig ist. Beispielsweise die Akzeptanz unserer Kunstform innerhalb der bildenden Künste einerseits und gleichzeitig die Ausgrenzung oder Abgrenzung von Tradition und zeitgenössischen Ansätzen innerhalb der Szene. Langsam tut sich auch hier etwas, bei mir im Atelier merkt man schon.Bei offenen Ateliers oder den Rundgängen hat die kritische Haltung dem Material und der Kunst gegenüber etwas nachgelassen und die Insider sind offener gegenüber den Mischformen. Gut, dass ich vor einigen Jahren nicht aus dem Atelier geflüchtet bin, sondern geblieben. Manchmal bin ich stur. 

Ein Jubiläum ist ein Anlass:
Im Sommer werde ich meine neuen Arbeiten in einer Einzelausstellung zeigen, es wird Vertrautes aber auch Neues dabei sein.



Hier auf dem blog gebe ich ab und zu einen Zwischenstand und nehme Ideen, Fragen und Tendenzen auf, die mir begegnen. Es hat ein wenig Zeit gebraucht, 2018 scheint das Jahr, um meine Kunst und die Projekte wieder etwas intensiver verfolgen. Neben meiner eigenen Kunst wurden im letzten Jahr Ideen für neue Gemeinschaftsprojekte geboren und einige davon sind noch in der Babyphase der Ideenfindung. Ich werde sie irgendwann im Laufe des Jahres hier auch vorstellen.

Ich freue mich in jeder Hinsicht auf ein aktives Textilkunstjahr. 


 Atelier StoffARt: ein Zentrum rund um Textilkunst


Atelieransicht Masterclass


Und das Atelier StoffARt wäre nichts ohne die vielen Textilkunstbegeisterten, die jedes Jahr in den Kursen meinen Weg teilen und dabei ihre eigenen Wege suchen. Die Masterclass Fortbildung geht ins 10. Jahr und ich habe nicht gezählt, wie viele Einzelkurse seither in meinem Atelier stattgefunden haben, Statistik sind Zahlen, die textile und künstlerische Atmosphäre ist etwas anderes. 

Auch das will gefeiert werden. Eine besondere Jubiläums-Masterclass in 2018 war die Idee. CoOpera hat begonnen. Auch darüber will ich ab und zu berichten. Ein erstes Treffen hat schon stattgefunden und es war so überwältigend, dass alle sehr gespannt sind, wie es weitergehen wird.
Und selbstverständlich werde ich auch immer mal wieder zeigen, was in den Kursen so entsteht. 

 





 
 
 


 

Freitag, 4. Dezember 2015

Dezember - December


Alle Jahre wieder

Am letzten Wochenende fand wieder unser Adventsmarkt Pêle-Mêle statt. Dieses Jahr habe ich dann doch mehr "Angewandtes" mitgenommen, meine Künstlerpapiere und auch meine Schals und Schalen.

Aber nach wie vor liegt der Schwerpunkt meiner Arbeit auf den "sinnlosen" , unangewandten Bildern und Stoffen. Oberflächen, geschichtet. Schichten und Farbe auf Stoff. Stickerei als Linien, gezeichnet. 

Schon lange habe ich Stoff, Farben und Nähte kombiniert. Ever never enough war damals etwas Besonderes, die Malerei auf dem Quilt für viele zu wenig textil. Danach kamen noch das Labyrinth und auch meine Figur, die ja erst kürzlich in der GEDOK Ausstellung "Anatomie der Kunst" zu sehen war. Sie alle thematisier(t)en die Frage, wie sich textile Kunst definiert und womit sie sich identifiziert. Bislang waren diese Arbeiten Grenzgänger. Irgendwo dazwischen. 

Schaut man sich nun in den letzten Monaten im Internet um, stellt man fest, dass manches doch zum Trend wird. Zum Beispiel sieht man immer mehr Quilts, auf die in der oben beschriebenen Weise gemalt wird. Also scheint es keine Frage mehr zu sein.

Zeit, sich anderen Fragen zuzuwenden!

Every year I am participating at a design market. This year I had some objects (applied art) at my booth, scarfs and bowls and artist papers. 

Although, my main work still focuses on artwork. Some of my quilts like the one above show the questions I worked on in the last years: I painted with acrylic paints and other materials on my quilts. It was always the question where textile work and painting (or other artforms) cross and how we identify textile work.

I searched a little in the last months in the web about "trends" in quiltmaking. A lot of quilters are beginning to paint over their quilted surfaces. So that I think that the question is mostly answered for me. 

Probably it's time to go further to new questions