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Dienstag, 30. April 2019

Neue Werke - New work

Britta Ankenbauer - Echo - neue Werke von links nach rechts: "Rollen", "Man könnte meinen, es wäre erfunden" (2019)
Die neuen Arbeiten werden am nächsten Wochenende in Karlsruhe präsentiert. Danach suche ich noch eine weitere Ausstellungsmöglichkeit, ich informiere darüber, sobald sich etwas findet.
You can see the new works at Karlsruhe next weekend. After that I want to show them further, I will inform you on this blog where and when...

Dienstag, 5. März 2019

Work in progress

Work in progress, Echo Ausstellung 2019

Work in Progress, Echo Ausstellung 2019

Work in progress, Echo Ausstellung 2019


Mittwoch, 16. Mai 2018

Masterclass Ausstellung in Luxemburg - Back from the Quiltfestival at Luxemburg



 Masterclass Projektarbeiten 2016-2018

Hier ein kleiner Überblick über unsere MC Ausstellung in Enscherange in der "Rackesmillen". Es ist ein wunderbarer Ort für textile Werke und Installationen, eine alte Mühle mit Ausstellungsräumen auf zwei Etagen. Die Teilnehmerinnen meiner beiden letzten Masterclasses konnten ihre Abschlussprojekte hier wunderbar präsentieren.

I was very glad to be asked to exhibit with the masterclass student projects in Enscherange at the Rackesmillen, an old mill where we could show the works of the students. Beautiful environment !

Thanks a lot to the organisers of the 8th Quiltfestival!



Werke von Chr. Schöbel, B. Scholz-Baxter, K. Heger, S. Sturm

Werke von S. Sturm, E. Abt

Werke von M.Dillmann, S.Blum, A. Praulina, D. Regge

Seitenansicht der Installation von M.Dillmann

Werke von M.Müller-Trepl, D. Breidenstein

Donnerstag, 1. Februar 2018

Welcome back

2018




spielen 
entstehen
verwandeln
verbinden


Das neue Jahr ist ein Jubiläumsjahr


Ein Leitfaden für dieses Jahr


in mehrfacher Hinsicht


Manchmal fordert das echte Leben uns in einer Weise, die wenig Raum lässt für die Kunst. Und doch ist sie immer um uns herum. Nicht Kunst geht nicht. Es äussert sich manchmal nach außen, als ob ein Stillstand da wäre. Was aber nicht stimmt. Es sind nur kleinere Zeitfenster und die Energie fehlt manchmal, um Werke hervorzubringen. Dann spürt man, wie im Frühling, dass schlimme Zeiten vorbei sind und man wieder atmen kann. Energie kommt in irgendeiner Form zurück. Und, ja klar, das äußert sich im Kunstschaffen. 

Neue Arbeiten sind in meinem Atelier entstanden und noch im Entstehen. Manches wird dabei einer Verwandlung unterzogen, anderes lehnt sich an Traditionen an. Es ist schon immer Sache der Textilkunst, zu verbinden, das ist, was mich an der Textilkunst so begeistert. Sie ist so jung, Textilgestaltung blickt auf jahrhundertelange Traditionen zurück, die freie künstlerische Arbeit mit Textil allerdings steckt immer noch in den Kinderschuhen. Das gibt uns Freiheit und es ist auch eine Herausforderung, denn es gibt wenig Orientierungspunkte. Man muss schon selbst losgehen und Wege suchen. Vielleicht mit klassischen Methoden, ganz sicher aber auch mit zeitgenössischen. Das Mäandern gehört in unsere junge Kunstform und hält die Sache in Bewegung. Nicht alle gehen diesen Weg mit, auch das ist sehr klassisch für die Textilkunst. 

Ein Jubiläum ist ein guter Anlass, über das, was man da tut, nachzudenken. Lange war mir selbst nicht klar, wieso manches so schwierig ist. Beispielsweise die Akzeptanz unserer Kunstform innerhalb der bildenden Künste einerseits und gleichzeitig die Ausgrenzung oder Abgrenzung von Tradition und zeitgenössischen Ansätzen innerhalb der Szene. Langsam tut sich auch hier etwas, bei mir im Atelier merkt man schon.Bei offenen Ateliers oder den Rundgängen hat die kritische Haltung dem Material und der Kunst gegenüber etwas nachgelassen und die Insider sind offener gegenüber den Mischformen. Gut, dass ich vor einigen Jahren nicht aus dem Atelier geflüchtet bin, sondern geblieben. Manchmal bin ich stur. 

Ein Jubiläum ist ein Anlass:
Im Sommer werde ich meine neuen Arbeiten in einer Einzelausstellung zeigen, es wird Vertrautes aber auch Neues dabei sein.



Hier auf dem blog gebe ich ab und zu einen Zwischenstand und nehme Ideen, Fragen und Tendenzen auf, die mir begegnen. Es hat ein wenig Zeit gebraucht, 2018 scheint das Jahr, um meine Kunst und die Projekte wieder etwas intensiver verfolgen. Neben meiner eigenen Kunst wurden im letzten Jahr Ideen für neue Gemeinschaftsprojekte geboren und einige davon sind noch in der Babyphase der Ideenfindung. Ich werde sie irgendwann im Laufe des Jahres hier auch vorstellen.

Ich freue mich in jeder Hinsicht auf ein aktives Textilkunstjahr. 


 Atelier StoffARt: ein Zentrum rund um Textilkunst


Atelieransicht Masterclass


Und das Atelier StoffARt wäre nichts ohne die vielen Textilkunstbegeisterten, die jedes Jahr in den Kursen meinen Weg teilen und dabei ihre eigenen Wege suchen. Die Masterclass Fortbildung geht ins 10. Jahr und ich habe nicht gezählt, wie viele Einzelkurse seither in meinem Atelier stattgefunden haben, Statistik sind Zahlen, die textile und künstlerische Atmosphäre ist etwas anderes. 

Auch das will gefeiert werden. Eine besondere Jubiläums-Masterclass in 2018 war die Idee. CoOpera hat begonnen. Auch darüber will ich ab und zu berichten. Ein erstes Treffen hat schon stattgefunden und es war so überwältigend, dass alle sehr gespannt sind, wie es weitergehen wird.
Und selbstverständlich werde ich auch immer mal wieder zeigen, was in den Kursen so entsteht. 

 





 
 
 


 

Mittwoch, 9. August 2017

Frauen und Zimmer - Women&Room

Detail aus meiner Arbeit "Hier et Demain" (2013), das Herzstück meiner neuen Installation

Detail aus "Floralia 5 - Nestbau" (2017)

Weiter geht's mit den Ausstellungen.

Ich habe den halben Sommer mit der Arbeit an der Installation 
"Encore Hier et Demain" (Immer noch gestern und morgen, 2017)
verbracht. 

Ausgestellt wird sie im Rahmen der Ausstellung 
ab September in Siegburg zu sehen sein.

Es ist eine Kombination von alten und neuen Werken, die - unter einem neuen Aspekt - meine Sichtweise zum Thema "Frauenzimmer" erörtert.
Ein ganz spezielles Ereignis hat mich zu der Installation inspiriert: einer der malenden Kollegen hat einmal den Begriff des "Hausfrauenformats" verwendet. Eigentlich ist das ein veralteter Begriff, wer redet heute noch von "Hausfrauen". Aber der Sturm an Reaktionen hat mich dann doch beschäftigt. 
Ich habe dann zufällig noch ein Buch über "Neue Häuslichkeit" (sehr "hübsch" gemacht) in die Hände bekommen. Das scheint etwas zu sein, was schon länger in der Luft schwebt: textil gedacht, (auch in der Illustration, in Stoffmustern, usw.) überall hübsche Blümchen auf aquarelliertem Hintergrund, schön mit einem Bildbearbeitungsprogramm in Szene gesetzt. Backrezepte, Design- und Wohntipps und auch alles noch kombiniert mit dem Willen, absolut im Flow zu bleiben...(schon mal ins Zeitschriftenregal geschaut??)

Also gut. Eine Installation, die ein Format vordergründig zum Thema macht. Und dann ist es wie so oft, bei näherem Hinsehen und gründlicherer Recherche gibt es unerwartete Wege im künstlerischen Schaffen... 
So habe ich die Wandbilder dieses Mal kombiniert mit Objekten, die den Raum in Tiefen und gebunden, geschnürt, geknotet, geöffnet, zeigen.
Raum genug, um selbst zu schauen, wo man bleibt...

A new show and my new installation. I worked some new objects that emphasize the theme around women and rooms. As I was interested in the subject of "working big, medium or small" and its consequences for the perception of art, I landed by making floral objects and put it together with my textile wallhangings. 
the show starts in september and more information can be found here: Frauenzimmer

Donnerstag, 22. Juni 2017

Schnell - neue Ausstellung: Fadenlauf - Rennsport trifft Textil in Hohenstein Ernstthal

Mein Werk "Schlechter Tag" (Detail): Ein Märchenstoff kombiniert mit Funktionstextilien und einem Geschwindigkeitstest

Zurück aus dem Urlaub 
Kurz zuvor war ich noch als Jurorin mit bei der Auswahl und Ausstellungsbesprechung im Textilmuseum. 
Da Hohenstein-Ernstthal ein Museum hat, in dem beide regionale Identitäten gezeigt werden, haben wir (der Quiltkunstverein eV.) und die Museumsleiterin M. Palm an einer Idee gearbeitet. Es ging darum, diese beiden, so weit entfernten Realitäten zusammenzubringen.

Nun werden ab Ende Juni diese Ausstellungen im Rahmen des Museumsjubiläums präsentiert.

Da ich auch nach einem Werk gefragt wurde, habe ich den Rennsport mal wörtlich genommen: ich machte mit mir selbst einen Wettlauf an der Nähmaschine und gab Gas. Ziel war nicht die Ästhetik oder die Techniken, Ziel war, eine Komposition möglichst unter dem Aspekt der Geschwindigkeit zu arbeiten. Gar nicht einfach...letztendlich ist der künstlerische Prozess doch eher ein Vor und Zurück, eine Ideensammlung und das textile Arbeiten eher eine analoge, langsame Angelegenheit.

Ich verwendete die ehemaligen Jaquard Motive aus der Weberei vor Ort, und die Funktionsstoffe der Autobranche, kombiniert mit Materialien aus dem Rettungswesen.Entwurf, Skizzen, Stoffe kombinieren, bearbeiten, eine Komposition erschaffen, bemalen, besticken, fertig....
In Rekordzeit den Parcours gestickt und eine Komposition geschaffen, das auch noch mit nicht gerade vorteilhaften Farbkombinationen.

Das Ergebnis kann man nun zusammen mit den textilen Werken des Quiltkunstvereins im Museum bewundern.


Mittwoch, 10. Mai 2017

Wandlungen - Perspectives

Floralia (2016) Maulbeerrinde, geschichtet, genäht

Temporär (Installation 2017) Spitze, Nadeln, Klebeband

Blick nach vorn.

Gerade habe ich erfahren, dass meine Arbeit "Weiter Gehen" für die Ausstellung "Wandlungen" (Quiltkunstverein) angenommen wurde. 
Es geht um einen Rückblick und einen Blick nach vorn, die Anfänge des Artquilts in Deutschland und was vielleicht einmal daraus werden wird.

Perspektiven, Wandlungen, Visionen sind Ahnungen. 
Allmähliche Veränderungen, mehr Überlappung als klare Konturen. 
Wagt man den Blick 
Über Über Lappung
Hinaus
 
braucht es Risiko und auf den Kopf gestellte Ideen. 
 

Zu sehen (demnächst) im Textilmuseum Max Berk in Heidelberg und vielleicht auf Wanderschaft.


I am back from my students show at Karlsruhe and found the acceptance letter for a new show at the Heidelberg Museum Max Berk together with the Quiltkunstverein. The show will bring together the beginnings of art quilts in Germany and the perspectives, ideas of what art quilts will be in future. 

Although changings were often smooth transformation -
for perspectives
we need to take risks and to find ideas behind or before layers of time

we will see 
 

 


Samstag, 19. November 2016

Meine textilen Werke in der AtelierGalerieV. - my works at Leipzig

"Flow" (2016)

24.11.-15.01.2017

geöffnet jeweils Do-Sa
16.00-18.30h
AtelierGalerieV.
Weinbergstr. 11
04179 Leipzig

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Vernissage "Umblättern"





Chr. Steiner zeigt ihr Buch




Chr. Viering, Klonologie (2016) Detail









Künstlerbuchausstellung in München 

A lot of visitors at the opening of "Umblättern" 
Artist book show at Munich

 

Dienstag, 13. September 2016

Ausstellung in Freiburg/Brsg.



Eine kleine Auswahl meiner Werke ist bis November in der 
Galerie Quiltstar 
in Freiburg /Brsg. zu sehen.


Vernissage

Meine textile Installation: "Hier und da Erinnerung" (2016)

Die fertige Platte an der Mauer: Palimpsest (2016)

Am ersten Septemberwochenende fand im Rahmen der Bundesversammlung der GEDOK die Vernissage zum Friedhofsprojekt statt.
Strahlendes Wetter und die Platten fest an der Mauer.
Oben: meine textile Installation "Hier und da Erinnerung".

Die Platten kann man in der Alten Salzstrasse in Leipzig ansehen. Sie bleiben dort zunächst für ein Jahr ausgestellt.

Montag, 20. Juni 2016

Nadelwelt 2016

Britta Ankenbauer Detail "Heimatecke" Stickerei 2016

Annett Andersch Detail "Heimatecke" Stickerei 2015

Ansicht vom Dialog in Karlsruhe (Werke B. Ankenbauer links/A. Andersch rechts)

Ansicht2 vom Dialog in Karlsruhe (Werke im Wechsel von links nach rechts B. Ankenbauer/A. Andersch)

Dialog

auf der Nadelwelt 2016

Hier ein kleiner Einblick in unsere gemeinsame Ausstellung.
Danke an alle, die mir Grüße gesendet hatten!
Es war eine wunderbare Ausstellung und wir werden uns nun neuen Ideen zuwenden. Welche Themen uns auch immer dialogisch beschäftigen...

Some images from our cooperation at the Nadelwelt at Karlsruhe two weekends ago.
Thanks to all who send greetings!

Mittwoch, 1. Juni 2016

Dialog in Karlsruhe auf der Nadelwelt

Annett Andersch, Heimatecke (Detail) 2016

Britta Ankenbauer, Heimatecke (Detail) 2016

Gemeinsames Arbeiten mit anderen Künstler/innen bedeutet ein Nebeneinander von mehreren Handschriften und künstlerischen Ansätzen. Hat man eine gemeinsame Überschrift für eine Ausstellung kommen verschiedene Facetten und Aspekte zusammen, Ideen werden diskutiert und dann individuell ausgearbeitet.

Zusammen mit Annett Andersch habe ich für die Nadelwelt in Karlsruhe eine Ausstellung vorbereitet, die unseren Dialog von Ost und West, von Hin- und Her, von Heimat und Flucht und kleinen und großen Kontexten zusammenfasst. 
Vermutlich hätten wir beide ohne Deadline der Ausstellung noch ewig weiter gemacht. Eines führt zum anderen, ein Aspekt aufgegriffen, ergibt viele neue Ideen. 
Interessant am gemeinsamen Arbeiten ist, wie viel man sich aufeinander zu bewegt und wie weit man dann trotzdem die unterschiedlichen Arbeitsweisen beibehält. In der Diskussion um die Gegenstände der Ausstellung fanden wir gemeinsame Punkte, die wir aufgegriffen haben. Beim textilen Arbeiten zogen wir uns zurück, jede im eigenen Atelier. Bei der Präsentation der Ergebnisse stellten wir fest: es gibt immer beides, Anpassung (durch die Vorgespräche) und Individuation. Integration und Exklusivität. Ob sich das auf Farben, Techniken oder Formate bezieht, oder auf Inhalte, das ist gleich...

Herausgekommen sind Arbeiten, die die Sicht auf unsere ehemaligen und gegenwärtigen Orte repräsentieren. Eine ganze Weile vermieden wir das Wort "Heimat". Zu Beginn, weil es so abgedroschen von Vielen für Alles verwendet wird. Dann später nahmen wir es doch zumindest in einem Titel auf: "Heimatecke" ist dabei sehr dialogisch geworden, sowohl historisch als auch kulturell...Ausstellung
Und wir erweiterten unser Konzept: weil durch die aktuelle Situation das Globale auch mit gedacht werden will und muss, fanden Grenzen, Zäune und nicht nur Mauern auch ihren Platz in der Ausstellung.

Die Ergebnisse dieses Arbeitens sind nun nächste Woche in Karlsruhe auf der Nadelwelt zu sehen. Vielleicht wird es ja eine Fortsetzung geben...



Cooperation is always a wonderful opportunity to bring together common ideas. Together with Annett Andersch I will show a dialogue to the subject of home, past and present, East and West, cultural and historical roots at the Nadelwelt at Karlsruhe next week.
 

Dienstag, 10. Mai 2016

Sonntag, 22. November 2015

Statement

"Ich habe Zeit"- Collage, Stickerei auf Taschentuch
Paradoxe Komplexität: (schnelle) Stickerei auf zeitlosen Stoffen und mit unzeitgemäßem Statement. Teil der Ausstellung in der Galerie "en passant"  in Leipzig






its a little paradox: fast stitching on classical fabrics //classical designs with statements out of the box.Part of my show at the Galerie "en passant" here at Leipzig

Donnerstag, 5. November 2015

Kleine Ausstellung in der Galerie "En passant" in Leipzig: Papier und Textil - paper and textiles


Meine neue, kleine Ausstellung:

"Manchmal Flickwerk"

2.11.-31.01.2016

GEDOK Galerie "En passant"
im Haus des Buches, Leipzig

Öffnungszeiten Mo-Fr
10-18h


New show of paper and stitched works 



Montag, 28. September 2015

Sticheleien Michelstadt

Masterclass Ausstellung 2014/2015

Samstag 10.10.2015 ab 12h
Sonntag 11.10.2015

 Sonderausstellung im Rahmen der "Sticheleien" Michelstadt
in der Städtischen Galerie Thurn- und Taxis




Die Gruppe "HAUS 18" setzt sich aus Textilschaffenden und Quilterinnen aus den unterschiedlichsten Regionen des deutschsprachigen Raumes zusammen. Alle Teilnehmerinnen haben die Artquilt- und Textilkunstausbildung (Masterclass) im Atelier StoffArt bei mir abgeschlossen. 
Treffpunkt ist das "HAUS 18", Atelier und Ort der Inspiration.

"Schritt für Schritt" greift das Thema der eigenständigen Entwicklung auf. Erste Ideen führen zu weiteren Einfällen, ein textiles Brainstorming beginnt. Die Ideen werden weiterentwickelt und in mehreren Schritten durch Experimentieren und Skizzieren zu Werken verarbeitet. Man widersteht dem Drang, alles in Eins zu packen. Die Zeit spielt eine große Rolle, es geht nicht um schnelle Fertigung oder die Umsetzung von besonders vielen tollen neuen Techniken, sondern um das allmähliche Entwickeln und Vertiefen der Thematik im textilen Sinne. Manchmal entstehen Serien, manchmal ergibt sich ein zentrales Werk, das sich besonders hervorhebt und durch einen eigenen Charme besticht. Oft zeichnet sich schon der persönliche Stil in den Werken ab, auf jeden Fall ist die persönliche Handschrift der Teilnehmenden zu erkennen, sei es in der Farbwahl, der Vorliebe für eine bestimmte textile Technik oder der besonderen Materialauswahl.
Die Arbeiten sind alle eigenständige Kompositionen, die auf individuell gewählten Themen und Ideen beruhen. Alle beginnen mit dem weißen Stoff. Farbe, Druckmaterialien, Fotos, Garne und anderes textiles Zubehör werden Schritt für Schritt als Material im Sinne des Themas genutzt und mittels verschiedener textiler Techniken umgesetzt. 

The new exhibition: my masterclass students are showing their final pieces at the Thurn und Taxis Galerie, Michelstadt/Germany. October 10th and 11th. 
All pieces are own designs and worked with different surface design techniques. Starting point: the white fabric, some ideas and inspiration. Slow processes are evident and finding the own artistic voice leads towards these beautiful works.  The works are from two classes: surface design class 2014 and free embroidery and machine stitching class 2014. You are very welcome to visit the show!

Werke (von links nach rechts): Chr. Schöbel, R. Wilde, B. Ankenbauer 

Dienstag, 14. Januar 2014

Unbedingt ansehen - Finally arrived

Kunst &Textil

Ausstellung
Kunstmuseum Wolfsburg
Staatsgalerie Stuttgart

Stoff als Material und Idee in der Moderne von Klimt bis Heute (Untertitel des Katalogs)

12.10.-2013 - 02.03.2014 (Wolfsburg)
21.03.2014 -22.06.2014 (Stuttgart)

 

 Cover des Ausstellungsprospekts und -katalogs (M. Brüderlin (Hrsg.), erschienen im HatjeCantz Verlag, Ostfildern 2013,  ISBN978-3-7757-3626-8)

Einen ganzen Tag kann man in der Ausstellung verweilen.

Es ist

- eine Enzyklopädie zu textilen Themen
- ein Webstück: ein historischer Entwurf (Kette) und eine Fächerung der textilen Themen (Schuss)
-genügend Inspiration für Neues
- Anregung für Fragen
- ein Versuch der Ordnung (manche Schubladen passen noch nicht so recht)
- eine Eintrittskarte in die Oberfläche aber auch die Details der Textilkunst und ihrer Grenzbereiche
 - eine Eintrittskarte in die Malerei mit dem Fokus Textur und Textil
- eine Begegnung der Medien und des Materials
- ein wohlwollender Roman

 

Unbedingt ansehen
würde ich sagen!!!
Und eine eigene Position dazu finden... 
sich berühren und inspirieren 
lassen

Die Ausstellung fächert sich zunächst historisch auf. Dann machen die Kuratoren plötzlich einen Sprung und arbeiten thematisch weiter. Zunächst also die Jahrhundertwende, Morris, Klimt, Bauhaus. 
Dann die Geburt der sogenannten Textilkunst.
Der Bruch mit den Kategorien folgt spätestens bei der Frage, wie interkulturelle Kunst darzustellen und zu bewerten sei. 
Aber auch bei feministischen Aspekten und der Vernetzung, das World Wide Web in aller Munde...

Das Problem mit den Schubladen

Soft Art und Falten kann man sowohl interdisziplinär als auch zeitlich einordnen. 
Stoff als Material ebenso.
Trompe d'oeuil mit Stoffen, Acrylfarbe und Pastellkreiden (Beeindruckend echt)
Frauenaspekte - Männerfragen
Kleine Hommagen innerhalb der Ausstellung: Anni Albers, Louise Bourgeois, Rosemarie Trockel, aber auch Beuys, weil Filz.

Sehr magere Darstellung der Quiltkunst 
Zeitgenössische Artquilts völlig ausgespart

 dafür die üblichen Hauptkategorien des Textilen, allem voran : Weben und Sticken, 
dann Nähen, Stricken.
Skulptur? Wohin?

Und anlässlich des Materialaspekts gehen dann die Kategorien auch in philosophische Prinzipien über.

Eine solch junge Disziplin wird zumindest im deutschsprachigen Kontext noch nicht in Schubladen geführt. (Das bekommen wir oft zu spüren, wenn wir Textilkünstlerinnen mit etablierten Künsten zu tun haben). Vielleicht ist es ein subjektiver Eindruck, aber international arbeitet es sich für (mich) uns einfacher und anerkannter,...

Ich war berührt von den Werken, nicht von den Kategorien.

Wunderbar, die Arbeiten im Original genießen zu können!!!
Leider hat der Audio Guide fast nur die etablierte Malerei besprochen, zur zeitgenössischen Textilkunst fehlen wohl die Worte... da müssen die Augen und die Empfindung helfen...
Aber dennoch:
Ich freue mich, daß endlich ein großes Museum den Mut hat, solche roten Fäden zu ziehen.
Nicht neu, aber immerhin einem größeren Publikum präsentiert.

Wasser auf unsere Mühlen

Die Ausstellung bietet einen Überblick, sie belehrt, ist lehr-reich,
aber man sollte sich darüber bewußt sein, daß es auch vor allem eine Auswahl darstellt, 
im wahrsten Sinne wurde Fäden gesponnen und verwebt, 
konstruiert,
von A nach B über C gespannt,
Motive und Aspekte hineingewebt und verknotet,
diverse Objekte miteinander verstrickt und verbunden.
Manchmal sogar dekoriert.
Textile Architektur der Verbindungslinien.

Wer Geschmack an der Thematik gefunden hat oder mit der Oberfläche des in der Ausstellung präsentierten Materials noch nicht allein zufriedengestellt ist, 
dem seien ein paar Bücher im Anschluß empfohlen  (siehe unten).

Das Publikum in der Ausstellung an diesem Tag vor allem weiblich (schon wieder dieser Aspekt, werden wir ihn nie los???)

Trotzdem oder gerade: 
Ansehen!!!

Der Katalog bietet eine erste Vertiefung (Angaben siehe oben) durch spezifizierte, manchmal stark abstrahierte Artikel zum Thema (ich fand es prima!).
Wer bildhaft tiefer einsteigen will, dem sei Mary Schoeser , Textiles (Textilien), Handwerk und Kunst, DuMont 2013 oder in engl. Ausgabe Thames&Hudson 2012, London, empfohlen.  Hinzugefügt mit Blick nach vorn: Textile Visionairies. Innovation and Sustainability in Textile Design. Bradley Quinn, London 2013.

Ich könnte jetzt so Einiges aus meiner großen Bibliothek weiterempfehlen... aber im Zeitalter des Netzes schafft das jede/r selbst...
Auswahl, Beliebigkeit und Oberfläche,
zufällige oder bewußte Verbindung,  
Knäuel und Knoten,
roter Faden,
Vertiefung und Erhebung
Netzwerke
Gewebe 
Farbauftrag
Fadenscheinig
oder robust
Knoten
Garne
Stoffe
Oberflächen

tiefe 
Träume


I visited the Textile&Art exhibition at Wolfsburg. A great overview!!!
It was so interesting to see the differences to the rich detailed exhibition choice we have in England or the United States. It is a great show at Wolfsburg, of course.In the lack of more textile shows in the German speaking context, the curators had the difficult job to show an overview and to ask about contemporary trends and actuality as well. What a challenge!

 I think that it was a great starting point to further exhibitions. And a great help to develop the understanding about textiles in art and the art of textile work.

Not easy. 
 I loved the show! It was such a great experience to have a sort of textile related encyclopedy. And to see the originals of some work I've only seen in journals and books.
I am not able to transfer my impressions - expressed in a sort of special poetry above- into an adequate English.

 


und wer übersetzt das nun?

Mittwoch, 1. September 2010

Katalog ist fertig - just finished: the new catalog

Was hier noch sehr unfertig als Entwurf herumliegt, ist im Katalog als fertiger Quilt zu sehen. Ich werde ihn zur Ausstellung beim Europäischen Quiltfestival im Val d'Argent nach St. Marie mitbringen.
The photo shows just the parts of one of my new quilts before piecing, in the catalog you will find the finished one. I will bring it  (the catalog and of course my new quilt :)) to my solo show at the European Patchwork Meeting, september, 16 - 19 at Val d'Argent, France